Kohala

Karge Aussichten im Lavafeld

Wir sind erneut wieder sehr früh wach. Der Jetlag macht uns noch zu schaffen. Nach dem Studieren des Reiseführers entscheiden wir uns den nördlichen Teil der Insel zu erkunden. Zuerst geht es ein bisschen in die Höhe zum «Cloud Forest», Nebelwald. Es ist schon jetzt unglaublich, wie sich die Vegetation und das Wetter verändert. Noch waren wir an der heissen Sonne, 10 Minuten später sind wir im Nebel und es ist deutlich grüner und die Temperatur beträgt nur noch 20 °C.

Nur die richtig zähen wachsen im Lavafeld

Weiter geht es in die Richtung von Waimea. Wir überqueren mehrere Lavafelder, auf welchen nur vereinzelt ein paar Büsche wachsen. Ansonsten ist es sehr karg und Schwarz ist die dominierende Farbe. Zwischen den Lavafeldern ändert sich die Landschaft jeweils sehr schnell von kahl zu grün. Im grünen Waimea geht es weiter über die Kohala Bergstrasse nach Hawi, am oberen Ende der Insel. Dort geniessen wir eine feine Glace. Wir nehmen die Strasse nach Osten bis es nicht mehr weitergeht und dort landen wir bei einem Strand.

Einsamer Strand im nördlichen Teil der Insel

An der Westküste fahren wir wieder zurück nach Kona. Die Westküste ist bekannt für ihre Luxusressorts und man sieht von weitem die prunkvollen Anlagen. Natürlich jede mit mindestens einem eigenen Golfplatz. Zurück in unserer Wohnung sind wir beide total müde. Die Zeitumstellung nun von 12 Stunden macht uns mehr zu schaffen, als wir gedacht haben. Wir legen uns etwas aufs Bett und erwachen erst in der Nacht wieder. Auch auf den Appetit hat der Jetlag seine Auswirkungen, so haben wir an diesem Tag nur am Morgen etwas gegessen und am Nachmittag noch das Glace.

Reise nach Hawaii

Sonnenuntergang in Hawaii, direkt vor unserem Fenster.

Nachdem wir am Sonntag unsere letzten Sachen gepackt haben, geht es am Montag los mit unserem nächsten Abenteuer. Wir gehen in die Flitterwochen nach Hawaii. Björn ist so lieb und fährt uns mit dem Auto an den Flughafen Zürich. Somit müssen wir nicht mit unserem Gepäck auf den Zug. Da Pfingstmontag ist kommen wir ohne grosse Verzögerungen am Flughafen an.

Da wir auf unserer Miles&More-Karte noch viele Meilen haben probieren wir unseren Flug in die Business-Class upzugraden. Leider hat uns Globetrotter aber einen Flug gebucht, der nicht upgradebar ist. Wir müssten 400.- draufzahlen, damit wir mit den Meilen upgraden könnten. Da hilft auch der Hinweise auf die Hochzeitsreise nichts. Die Swiss will uns nicht in der Business-Class mitnehmen.

Um kurz nach Mittag hebt die Swiss mit uns an Board ab und ein langer Flug von 12 Stunden beginnt. Um 16.50 Uhr, mit 9 Stunden Zeitverschiebung kommen wir in Los Angeles an. Dann ist zuerst die US-Immigration angesagt. Diese muss jeder passieren, der in die USA einreisen will. Sicher 1.5-Stunden stehen wir an, bis wir endlich unsere Fingerabdrücke und unser Foto registrieren «dürfen». Da wir solange bei der Passkontrolle warten mussten, ist unser Gepäck schon längstens auf dem Band, immerhin hier müssen wir nicht warten. Anschliessend geht es noch durch den Zoll, wo wir deklarieren müssen, dass wir nichts einführen.

Sonnenuntergang am Hermosa Beach in LA

Da wir möglichst schnell ins Hotel wollen, entscheiden wir uns ein Taxi zu nehmen. Im Hotel angekommen sind wir eigentlich schon todmüde. Wir entscheiden uns aber trotzdem noch rauszugehen und fahren mit dem Taxi an den Strand von Los Angeles. Dort angekommen machen wir einen kurzen Spaziergang und nehmen noch einen kurzen Imbiss. Mit dem Taxi geht es danach wieder zurück und wir fallen geschafft ins Bett.

Sonnenuntergang am Hermosa Beach in LA

Am nächsten Tag geht es bereits um kurz vor 6.00 Uhr wieder los. Unser Flug nach Kailua-Kona (Big Island) startet um 08.25 Uhr. Mit dem Flug von knapp 6 Stunden erreichen wir unser erstes grosses Reiseziel. Big Island ist die grösste der Hawaii-Inseln. Beim Anflug sieht die Insel nicht gerade sehr einladend aus, denn der Flughafen ist mitten in einem Lavafeld, wodurch die Farbe Schwarz sehr dominierend ist. Wir werden mit Temperaturen von ca. 25-30 °C begrüsst. Der Flughafen ist das krasse Gegenteil zum Flughafen von Los Angeles. Ausgestiegen wird auf dem Rollfeld und eine Einreisekontrolle müssen wir dank Inlandflug nicht mehr über uns ergehen lassen. Dafür dauert es etwas länger, bis wir unser Gepäck vom Band nehmen können.

Auch der eigene Pool darf natürlich nicht fehlen.

Mit einem Shuttle-Bus geht es weiter auf einen sehr grossen Parkplatz, wo die ganzen Vermietungsstationen stehen. Wir nehmen dort unseren kleinen 4WD SUV entgegen. Ohne Auto ist in den USA an kein Weiterkommen zu denken. Danach machen wir uns auf den Weg zu unserem Appartement in Kona. Dieses finden wir auf Anhieb. Für die nächsten Tage sind wir in einem Studio (Condo hier genannt) mit kleiner Küche, Bett, zwei Sofas, eigenem Bad und direktem Blick zum Meer. Traumhaft. ;-). Allerdings dauert es noch etwas länger, bis wir das Condo geniessen können, denn wir haben es tatsächlich geschafft uns aus der Wohnung auszusperren. Als wir noch die letzten Dinge hochtragen wollen gehen beide von uns ohne Schlüssel aus der Wohnung und die Türe schliesst von alleine. Da auch unsere Handys in der Wohnung sind, können wir nicht selber telefonieren. Zum Glück hilft uns die Putzfrau von nebenan und ruft unserer Vermieterin an. Diese kommt dann auch vorbei und öffnet uns die Wohnung. Nach diesem Schreck sind wir nun definitiv in Hawaii angekommen.

Ostern in Grindelwald

Ostern 2016 sind die ersten Ostern seit Ostern 2011 die wir nicht in Zermatt verbringen, weil ja schon bald unsere Hochzeitsreise auf dem Programm steht. Zuhause wollen wir das verlängerte Wochenende dann aber doch nicht verbringen.

Schon länger haben wir mit Sandra und Dani geplant, dass wir zu viert einen Langlaufkurs machen. Das verlängerte Wochenende von Ostern bietet sich da natürlich an. Als Destination haben wir Grindelwald ausgewählt, wo unsere Stammunterkunft zum Glück noch frei war. Wir reisen bereits am Donnerstag an, damit wir dann am Freitag gleich loslegen können. In Grindelwald angekommen statten wir gleich noch der Skischule einen Besuch ab, wo wir den Kurs bezahlen und letzte Informationen erhalten.

Anschliessend geht es in die Wohnung, wo wir uns einrichten. Doch schon bald klingelt Sandra’s Handy und wir erfahren, dass leider nichts aus dem Langlaufkurs wird, weil die Loipe aufgrund des warmen Wetters früher als vorgesehen geschlossen werden musste. Dumm gelaufen kann man da nur sagen. Sofort schmieden wir neue Pläne für den Samstag, denn der Freitag fällt gemäss Wetterbericht ins Wasser.

Der Plan ist, sofern das Wetter mitspielt das Jungfraujoch und die Mönchsjochhütte zu besuchen. Sandra und Dani waren noch nie oben und Sibylle und ich waren noch nie in der Mönchsjochhütte. Den Freitag verbringen wir vor allem mit Jassen und Brändi Dog spielen.

Am Samstag ist bereits um 6 Uhr Tagwache, da wir den ersten Zug aufs Jungfraujoch erwischen wollen, damit wir dem Touristenandrang entkommen können. Das Morgenessen wird in den Rucksack gepackt und die Wanderschuhe werden montiert. Pünktlich fährt der Zug auf die kleine Scheidegg ab. Auf der kleinen Scheidegg angekommen müssen wir umsteigen, bevor sich der Zug auf den steilen Weg in Richtung Jungfraujoch macht. Der Zug ist bereits gut gefüllt und auch die ersten Asiatischen Touristen sind schon da. Unterwegs macht der Zug zwei Zwischenstopps, das erste Mal in der Eigerwand und das zweite Mal im Eismeer. Bei beiden Stops kann durch Schaufenster die Aussicht genossen werden.

Auf dem Jungfraujoch angekommen steht als erstes das Morgenessen auf dem Programm. Gut gestärkt geht es anschliessend auf den Rundgang. Highlights sind natürlich der Eispalast und die Aussicht von der Forschungsstation. Nach dem Rundgang machen wir uns auf den Weg in Richtung Mönchsjochhütte. Der Weg ist gut präpariert und wir kommen zu Beginn flott vorwärts. Doch schon bald kommt uns ein Pistenfahrzeug entgegen, leider ohne Walze. Dadurch wird der Schnee stark aufgelockert und das Vorwärtskommen ist nun wesentlich anstrengender.

Trotzdem erreichen wir die Mönchsjochhütte, wenn auch etwas stärker abgekämpft. Man merkt gut, dass wir uns auf über 3600m befinden. Entsprechend ist alles etwas anstrengender. In der Hütte stärken wir uns dann bei Suppe und Sandwich und geniessen die Aussicht auf die verschneiten Gipfel.

Der Rückweg ist dann definitiv weniger anstrengend und wir finden auch noch etwas Kraft für Hechtsprünge in den Schnee. Zurück auf dem Jungfraujoch angekommen besuchen wir noch den Lindt Shop, wo wir uns mit Lindorkugeln eindecken. Danach begeben wir uns zurück in den Bahnhof wo bereits eine riesen Menschenmenge darauf wartet, dass der Zug abfährt. Wir erwischen noch einen Sitzplatz in einem überfüllten Zug und fahren zurück durch den Tunnel auf die Kleine Scheidegg.

Auf der kleinen Scheidegg angekommen beuge ich mich dann dem Gruppendruck und wir nehmen statt dem Zug den Schlitten für den Rückweg zum Auto. Dieses Mal geht alles gut niemand bricht sich etwas.

Den Sonntag verbringen wir mit Spazieren, Jassen, Brändi Dog und Tabu spielen. Am Montag reisen wir bereits um 10 Uhr wieder ab, damit wir Zuhause noch genügend Zeit zum Waschen und aufräumen haben.

Auch wenn das Wetter nicht immer richtig mitspielen wollte, war es doch ein schönes und kurzweiliges Wochenende.

Mehr Bilder gibt es hier: Jungfraujoch – Mönchsjochhütte

Schneesuche in Sörenberg

Heute wollen wir wieder mal mit den Schneeschuhen eine Wanderung unternehmen. Begleitet werden wir von Sarah und Stefan. Wir haben uns für Sörenberg entschieden, wo gemäss Schneebericht im Dorf 30 cm Schnee liegen sollen. Doch schon bei der Anfahrt wird klar, dass die 30 cm wohl eher in der Breite als in der Höhe liegen. Nichtsdestotrotz schnallen wir uns die Schneeschuhe an und machen uns auf den Weg. Wir sind nicht die Einzigen, neben uns macht sich noch eine Gruppe mit Tourenski auf den Weg.

Hier stellten wir uns allerdings die Frage weshalb die sich das antun, denn an eine Abfahrt bis ins Tal ist definitiv nicht zu denken. Zu Beginn müssen wir den Schnee suchen und laufen immer wieder mal auf der Wiese. Aber je höher wir kommen umso dichter wird die Schneedecke. Allerdings ist der Schnee sehr kompakt und wir brauchen vor allem die Steigeisen der Schneeschuhe.

Unterwegs machen wir eine Pause und essen etwas kleines, bevor es dann weiter ins Skigebiet von Sörenberg geht. Auf den Pisten ist nicht viel los, obwohl die Pisten in keinem allzu schlechten Zustand sind. Bei der Bergstation angekommen trinken wir noch etwas, bevor es wieder zurück ins Tal geht.

Weitere Bilder gibt es hier: Schneesuche in Sörrenberg

5 Sterne in Zermatt

Das Matterhorn aus einer etwas anderen Perspektive

Bei unserem Aufenthalt in Zermatt über Ostern 2014 hatte Sibylle an einem Wettbewerb der Bäckerei Fuchs teilgenommen. Der Hauptpreis war eine Übernachtung im Zermatterhof, eines der 5-Sterne Hotels in Zermatt. Ein paar Wochen später flatterte die Gewinnbenachrichtigung inklusive Gutschein des Hotels ins Haus.

Da der Gutschein nur bis Ende Mai 2016 gültig ist, entschieden wir uns dazu am 22.1. ein verlängertes Wochenende in Zermatt zu verbringen. Zusätzlich zur gewonnen Nacht buchten wir noch eine weitere, denn nur eine Nacht in Zermatt ist dann doch etwas wenig.

Am Freitag kurz vor Mittag machen wir uns bei schönstem Wetter mit dem Zug auf den Weg nach Zermatt. Am Bahnhof in Zermatt werden wir bereits erwartet. Das Begrüssungskomitee besteht aus zwei Pferden und einem Kutschner inklusive schöner Kutsche ganz für uns alleine. Leider ist es vom Bahnhof nicht weit zum Zermatterhof. Die Fahrt geniessen wir aber trotzdem in vollen Zügen.

Auch beim Zermatterhof werden wir bereits vom Concierge erwartet, der uns zur Reception begleitet. Das Gepäck wird währenddessen bereits auf unser Zimmer gebracht. Beim Einchecken erfahren wir, dass wir ein kostenloses Upgrade erhalten. Wir bekommen ein Zimmer mit Blick aufs Matterhorn. Bevor wir uns aufs Zimmer begeben, geniessen wir auf der Terrasse noch einen Begrüssungsdrink und geniessen die Sonne.

Anschliessend geht es aufs Zimmer, wo bereits unser Gepäck auf uns wartet. Das Zimmer ist, wie auch das ganze Hotel im klassischen Stil eingerichtet. Es hat eine eigene Ankleide, ein Bad mit einem Closomat und das eigentliche Zimmer inklusive Nesspressomaschine. Ansonsten unterscheidet sich das Zimmer nicht sonderlich von anderen Hotelzimmern.

Nach dem Auspacken und einräumen ziehen wir uns um und gehen in den Spa-Bereich. Im Spa hat es einen Whirlpool, einen normalen Pool, eine finnische Sau und zwei unterschiedlich warme Dampfbäder. Für die nötige Abkühlung sorgt zudem eine Eisgrotte. Wir entscheiden uns als erstes für einen Saunagang. Zu Beginn ist dieser auch schön entspannend, aber schon bald kommen weitere Personen in die Sauna und meinen Sie müssten hier pausenlos miteinander diskutieren. Schnell ist uns klar, dass es sich um deutsche Ärzte handelt die ihre Erlebnisse auf der Piste miteinander austauschen müssen. Nach dem Saunagang kühlen wir uns in der Eisgrotte ab, bevor wir uns im Ruheraum ausruhen.

Danach statten wir dem Dampfbad noch einen Besuch ab. Leider ist nur Bad mit 37°C in Betrieb. Das Dampfbad mit 45°C streikt heute leider. Nach dem Besuch des Dampfbades geht es zurück aufs Zimmer, wo wir uns für das Abendessen bereitmachen. Wir haben heute Lust auf Chinesisch und steuern deshalb zielsicher den Chinagarden an, wo wir ein feines Menü essen.

Als wir zurück ins Zimmer kommen sind die Vorhänge bereits zugezogen und das Bett ist bereitgemacht. Kaum sind wir auf dem Zimmer klopft es an der Türe und uns werden die Kissen die wir beim Concierge bestellt haben gebracht. Wir schlafen zuhause beide auf einem Tempurkissen und diese werden einem hier auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Den Abend lassen wir mit Tee und Kaffe vor dem Fernseher ausklingen.

Am nächsten Morgen will Sibylle erst einmal ausschlafen. Bis sie dies getan hat, vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen. Gegen 9:30 Uhr hat Sibylle dann auch genug geschlafen und wir gehen in den Frühstückssaal, wo ein schönes Buffet auf uns wartet. Nach dem Morgenessen machen wir uns bereit für eine kleine Wanderung. Wir wollen mit den Schneeschuhen von Furi nach Schwarzsee wandern. Da wir unsere Schneeschuhe nicht mitgenommen haben, wollen wir bei der Talstation ein paar Mieten. Leider sind dort bereits alle vermietet, so dass wir nochmal zurück ins Dorf laufen müssen, wo wir in einem anderen Sportgeschäft dann doch noch ein Paar mieten können. Mit dem Matterhornexpress geht es dann nach Furi, von wo wir mit unserer Tour starten. Zu Beginn folgen wir der Strasse nach Stafelalp. Eigentlich müsste von der Strasse dann irgendwann der Trail zum Schwarzsee abbiegen. Doch irgendwie verpassen wir die Abzweigung. Deshalb folgen wir der Strasse bis zur Stafelalp, wo der zweite Trail zum Schwarzsee startet. Auf der Stafelalp angekommen, begeben wir uns in den Tiefschnee. Teilweise sinken wir nicht ein, da der Schnee gefroren ist. An anderen Stellen sinken wir aber bis über die Knie ein. Da wir vom Vermieter nur Skistöcke erhalten haben, sinken die Stöcke teilweise bis zum Griff ein, weil die Teller zu klein sind. Da es so sehr schwierig ist die Balance zu halten, entscheiden wir uns dazu wieder umzukehren und auf der Strasse zurück nach Furi zu laufen.

Zurück im Hotel geht es dann nochmal in den Wellnessbereich, bevor wir uns fürs Abendessen bereitmachen. Heute steht der traditionelle Besuch im Chez Gaby auf dem Programm. Ein Besuch bei Jules und Barbara gehört einfach dazu, wenn wir in Zermatt sind.

Am nächsten Morgen geniessen wir dann nochmal das Frühstücksbuffet, bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg machen.

Mehr Bilder gibt es hier: 5 Sterne in Zermatt