Category: Ausflüge

Ostern in Grindelwald

Ostern 2016 sind die ersten Ostern seit Ostern 2011 die wir nicht in Zermatt verbringen, weil ja schon bald unsere Hochzeitsreise auf dem Programm steht. Zuhause wollen wir das verlängerte Wochenende dann aber doch nicht verbringen.

Schon länger haben wir mit Sandra und Dani geplant, dass wir zu viert einen Langlaufkurs machen. Das verlängerte Wochenende von Ostern bietet sich da natürlich an. Als Destination haben wir Grindelwald ausgewählt, wo unsere Stammunterkunft zum Glück noch frei war. Wir reisen bereits am Donnerstag an, damit wir dann am Freitag gleich loslegen können. In Grindelwald angekommen statten wir gleich noch der Skischule einen Besuch ab, wo wir den Kurs bezahlen und letzte Informationen erhalten.

Anschliessend geht es in die Wohnung, wo wir uns einrichten. Doch schon bald klingelt Sandra’s Handy und wir erfahren, dass leider nichts aus dem Langlaufkurs wird, weil die Loipe aufgrund des warmen Wetters früher als vorgesehen geschlossen werden musste. Dumm gelaufen kann man da nur sagen. Sofort schmieden wir neue Pläne für den Samstag, denn der Freitag fällt gemäss Wetterbericht ins Wasser.

Der Plan ist, sofern das Wetter mitspielt das Jungfraujoch und die Mönchsjochhütte zu besuchen. Sandra und Dani waren noch nie oben und Sibylle und ich waren noch nie in der Mönchsjochhütte. Den Freitag verbringen wir vor allem mit Jassen und Brändi Dog spielen.

Am Samstag ist bereits um 6 Uhr Tagwache, da wir den ersten Zug aufs Jungfraujoch erwischen wollen, damit wir dem Touristenandrang entkommen können. Das Morgenessen wird in den Rucksack gepackt und die Wanderschuhe werden montiert. Pünktlich fährt der Zug auf die kleine Scheidegg ab. Auf der kleinen Scheidegg angekommen müssen wir umsteigen, bevor sich der Zug auf den steilen Weg in Richtung Jungfraujoch macht. Der Zug ist bereits gut gefüllt und auch die ersten Asiatischen Touristen sind schon da. Unterwegs macht der Zug zwei Zwischenstopps, das erste Mal in der Eigerwand und das zweite Mal im Eismeer. Bei beiden Stops kann durch Schaufenster die Aussicht genossen werden.

Auf dem Jungfraujoch angekommen steht als erstes das Morgenessen auf dem Programm. Gut gestärkt geht es anschliessend auf den Rundgang. Highlights sind natürlich der Eispalast und die Aussicht von der Forschungsstation. Nach dem Rundgang machen wir uns auf den Weg in Richtung Mönchsjochhütte. Der Weg ist gut präpariert und wir kommen zu Beginn flott vorwärts. Doch schon bald kommt uns ein Pistenfahrzeug entgegen, leider ohne Walze. Dadurch wird der Schnee stark aufgelockert und das Vorwärtskommen ist nun wesentlich anstrengender.

Trotzdem erreichen wir die Mönchsjochhütte, wenn auch etwas stärker abgekämpft. Man merkt gut, dass wir uns auf über 3600m befinden. Entsprechend ist alles etwas anstrengender. In der Hütte stärken wir uns dann bei Suppe und Sandwich und geniessen die Aussicht auf die verschneiten Gipfel.

Der Rückweg ist dann definitiv weniger anstrengend und wir finden auch noch etwas Kraft für Hechtsprünge in den Schnee. Zurück auf dem Jungfraujoch angekommen besuchen wir noch den Lindt Shop, wo wir uns mit Lindorkugeln eindecken. Danach begeben wir uns zurück in den Bahnhof wo bereits eine riesen Menschenmenge darauf wartet, dass der Zug abfährt. Wir erwischen noch einen Sitzplatz in einem überfüllten Zug und fahren zurück durch den Tunnel auf die Kleine Scheidegg.

Auf der kleinen Scheidegg angekommen beuge ich mich dann dem Gruppendruck und wir nehmen statt dem Zug den Schlitten für den Rückweg zum Auto. Dieses Mal geht alles gut niemand bricht sich etwas.

Den Sonntag verbringen wir mit Spazieren, Jassen, Brändi Dog und Tabu spielen. Am Montag reisen wir bereits um 10 Uhr wieder ab, damit wir Zuhause noch genügend Zeit zum Waschen und aufräumen haben.

Auch wenn das Wetter nicht immer richtig mitspielen wollte, war es doch ein schönes und kurzweiliges Wochenende.

Mehr Bilder gibt es hier: Jungfraujoch – Mönchsjochhütte

5 Sterne in Zermatt

Das Matterhorn aus einer etwas anderen Perspektive

Bei unserem Aufenthalt in Zermatt über Ostern 2014 hatte Sibylle an einem Wettbewerb der Bäckerei Fuchs teilgenommen. Der Hauptpreis war eine Übernachtung im Zermatterhof, eines der 5-Sterne Hotels in Zermatt. Ein paar Wochen später flatterte die Gewinnbenachrichtigung inklusive Gutschein des Hotels ins Haus.

Da der Gutschein nur bis Ende Mai 2016 gültig ist, entschieden wir uns dazu am 22.1. ein verlängertes Wochenende in Zermatt zu verbringen. Zusätzlich zur gewonnen Nacht buchten wir noch eine weitere, denn nur eine Nacht in Zermatt ist dann doch etwas wenig.

Am Freitag kurz vor Mittag machen wir uns bei schönstem Wetter mit dem Zug auf den Weg nach Zermatt. Am Bahnhof in Zermatt werden wir bereits erwartet. Das Begrüssungskomitee besteht aus zwei Pferden und einem Kutschner inklusive schöner Kutsche ganz für uns alleine. Leider ist es vom Bahnhof nicht weit zum Zermatterhof. Die Fahrt geniessen wir aber trotzdem in vollen Zügen.

Auch beim Zermatterhof werden wir bereits vom Concierge erwartet, der uns zur Reception begleitet. Das Gepäck wird währenddessen bereits auf unser Zimmer gebracht. Beim Einchecken erfahren wir, dass wir ein kostenloses Upgrade erhalten. Wir bekommen ein Zimmer mit Blick aufs Matterhorn. Bevor wir uns aufs Zimmer begeben, geniessen wir auf der Terrasse noch einen Begrüssungsdrink und geniessen die Sonne.

Anschliessend geht es aufs Zimmer, wo bereits unser Gepäck auf uns wartet. Das Zimmer ist, wie auch das ganze Hotel im klassischen Stil eingerichtet. Es hat eine eigene Ankleide, ein Bad mit einem Closomat und das eigentliche Zimmer inklusive Nesspressomaschine. Ansonsten unterscheidet sich das Zimmer nicht sonderlich von anderen Hotelzimmern.

Nach dem Auspacken und einräumen ziehen wir uns um und gehen in den Spa-Bereich. Im Spa hat es einen Whirlpool, einen normalen Pool, eine finnische Sau und zwei unterschiedlich warme Dampfbäder. Für die nötige Abkühlung sorgt zudem eine Eisgrotte. Wir entscheiden uns als erstes für einen Saunagang. Zu Beginn ist dieser auch schön entspannend, aber schon bald kommen weitere Personen in die Sauna und meinen Sie müssten hier pausenlos miteinander diskutieren. Schnell ist uns klar, dass es sich um deutsche Ärzte handelt die ihre Erlebnisse auf der Piste miteinander austauschen müssen. Nach dem Saunagang kühlen wir uns in der Eisgrotte ab, bevor wir uns im Ruheraum ausruhen.

Danach statten wir dem Dampfbad noch einen Besuch ab. Leider ist nur Bad mit 37°C in Betrieb. Das Dampfbad mit 45°C streikt heute leider. Nach dem Besuch des Dampfbades geht es zurück aufs Zimmer, wo wir uns für das Abendessen bereitmachen. Wir haben heute Lust auf Chinesisch und steuern deshalb zielsicher den Chinagarden an, wo wir ein feines Menü essen.

Als wir zurück ins Zimmer kommen sind die Vorhänge bereits zugezogen und das Bett ist bereitgemacht. Kaum sind wir auf dem Zimmer klopft es an der Türe und uns werden die Kissen die wir beim Concierge bestellt haben gebracht. Wir schlafen zuhause beide auf einem Tempurkissen und diese werden einem hier auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Den Abend lassen wir mit Tee und Kaffe vor dem Fernseher ausklingen.

Am nächsten Morgen will Sibylle erst einmal ausschlafen. Bis sie dies getan hat, vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen. Gegen 9:30 Uhr hat Sibylle dann auch genug geschlafen und wir gehen in den Frühstückssaal, wo ein schönes Buffet auf uns wartet. Nach dem Morgenessen machen wir uns bereit für eine kleine Wanderung. Wir wollen mit den Schneeschuhen von Furi nach Schwarzsee wandern. Da wir unsere Schneeschuhe nicht mitgenommen haben, wollen wir bei der Talstation ein paar Mieten. Leider sind dort bereits alle vermietet, so dass wir nochmal zurück ins Dorf laufen müssen, wo wir in einem anderen Sportgeschäft dann doch noch ein Paar mieten können. Mit dem Matterhornexpress geht es dann nach Furi, von wo wir mit unserer Tour starten. Zu Beginn folgen wir der Strasse nach Stafelalp. Eigentlich müsste von der Strasse dann irgendwann der Trail zum Schwarzsee abbiegen. Doch irgendwie verpassen wir die Abzweigung. Deshalb folgen wir der Strasse bis zur Stafelalp, wo der zweite Trail zum Schwarzsee startet. Auf der Stafelalp angekommen, begeben wir uns in den Tiefschnee. Teilweise sinken wir nicht ein, da der Schnee gefroren ist. An anderen Stellen sinken wir aber bis über die Knie ein. Da wir vom Vermieter nur Skistöcke erhalten haben, sinken die Stöcke teilweise bis zum Griff ein, weil die Teller zu klein sind. Da es so sehr schwierig ist die Balance zu halten, entscheiden wir uns dazu wieder umzukehren und auf der Strasse zurück nach Furi zu laufen.

Zurück im Hotel geht es dann nochmal in den Wellnessbereich, bevor wir uns fürs Abendessen bereitmachen. Heute steht der traditionelle Besuch im Chez Gaby auf dem Programm. Ein Besuch bei Jules und Barbara gehört einfach dazu, wenn wir in Zermatt sind.

Am nächsten Morgen geniessen wir dann nochmal das Frühstücksbuffet, bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg machen.

Mehr Bilder gibt es hier: 5 Sterne in Zermatt

Tag 10: Trollfjord day cruise

Seeadler auf der Suche nach Beute

Bevor wir uns zurück nach Svolvaer machten, musste noch schnell das Womo aufgefüllt und geleert werden, so dass einer weiteren Nacht mit freiem Camping nichts im Wege steht. Danach fuhren wir nach Svolvaer wo wir uns einen Parkplatz suchten und uns mit Sack und Pack zu Fuss zum Hafen begaben. Dort wartete bereits die Segeljacht M/S Ylajali auf uns. Wir begaben uns an Board und wurden vom Koch und dem Captain freundlich begrüsst. Wir deponierten unsere Sachen im Salon und erkundeten das Schiff. Es ist 24m lang und bietet in 5 Kabinen Platz für bis zu 12 Personen plus Besatzung.

Neben uns waren noch ein finnisches Pärchen, eine 4-köpfige norwegische Familie und ein deutsches Pärchen, welches in der Schweiz wohnt, mit an Bord. Wir begrüssten uns gegenseitig und die Fahrt konnte losgehen.

Bei schönem Wetter mit nur wenigen Wolken am Himmel stachen wir in See. Da ein starker Wind blies, waren wir froh, dass wir unsere Kappen und gute Kleidung dabei hatten. Sibylle hatte sogar Thermounterwäsche an. Dies war aber auch gut so, denn an Deck war die Fahrt definitiv am genussvollsten.

Wind war genügend vorhanden.

Nach ca. 50-Minütiger Fahrt der Küste entlang konnten wir dann das erste Highlight der Fahrt beobachten. Über den Klippen zogen die Seeadler ihre Kreise und hielten Ausschau nach Beute. Leider liessen sie sich von den Fischen, welche wir ins Wasser warfen nicht beeindrucken und blieben mehrere hundert Meter vom Schiff entfernt. Zum Glück hatte ich das Tele von Papi auf der Kamera und konnte trotzdem ein Paar Fotos schiessen, auf welchen auch ein Adler zu erkennen ist.

Da sich die Adler nicht anlocken liessen, fuhren wir weiter der Küste entlang in Richtung Trollfjord. Wir nutzen die Zeit an Bord für ein kleines Fotoshooting und unterhielten uns mit den anderen Passagieren. Natürlich genossen wir auch die spektakuläre Aussicht.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt konnten wir nochmal Seeadler beobachten. Dieses Mal waren gleich 4 Stück in der Luft und einer lieferte sich einen Kampf mit zwei Möwen. Leider waren auch diese Adler wieder eher weit weg. Trotzdem war es ein sehenswertes Spektakel.

Um 12:30 Uhr war dann der Koch soweit und servierte uns eine sehr feine Fischsuppe mit Fischen, welche auf dem Trip von gestern gefangen wurden. Zum Glück war der Topf gross genug, denn so gut wie jeder holte sich noch mindestens einen Nachschlag. Auch die Fischsuppe genossen wir bei bestem Wetter an Deck.

Die beste Fischsuppe die wir jemals hatten.

Die beste Fischsuppe die wir jemals hatten.

Kurz darauf erreichten wir einen weiteren Höhepunkt unserer Reise, den Trollfjord. Die Einfahrt in den Trollfjord ist gerade mal 100m breit. Trotzdem wird er auch regelmässig von Schiffen der Hurtigruten besucht. An seinem weitesten Punkt ist er 800m breit und rundherum ragen steile Berge in die Höhe. Der steilste ist Trolltindan mit einer Höhe von 1084m.

Einfahrt zum Trollfjord

Vom Trollfjord ging es dann auf einer anderen Route zurück in Richtung Ausgangshafen. Unterwegs machten wir noch zwei Zwischenstopps zum Fischen. Zuerst versuchte ich mein Glück. Doch bei mir wollten sie noch nicht beissen. Da Sibylle ihr Glück auch einmal versuchen wollte, übergab ich die Angel an sie und schon kurz darauf hingen gleich zwei Fische auf einmal an ihrer Angel. Danach zog sie noch einmal einen Fisch raus.

Zwei mit einem Streich

Anschliessend begaben wir uns zu einem weiteren Spot wo ich nochmal mein Glück versuchte. Beim ersten der Anbiss hatte ich das Pech, dass er sich kurz bevor er im Boot war wieder befreien konnte. Beim zweiten Mal hatte ich dann mehr Glück und ich konnte doch auch noch einen Fang verbuchen. Danach riss dann meine Angelschnur und das Fischen war beendet.

Mein "Ehrenfisch"

Mein „Ehrenfisch“

Inzwischen hatte sich das Wetter verschlechtert und der Wellgengang wurde stärker, so dass die Rückfahrt etwas unruhiger war. Aber wir schafften es trotzdem ohne bleich zu werden zurück in den Hafen.

In Svolvaer gingen wir noch kurz einkaufen, bevor wir noch ein Stück in Richtung Andenes fuhren. Für diese Nacht war wieder einmal freies Camping angesagt und wir fanden einen schön ruhigen Platz ganz für uns alleine. Bein einem Whiskey liessen wir den Tag ausklingen.

Unser einsames Übernachtungsplätzchen

Unser einsames Übernachtungsplätzchen

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 10

Route Day Cruise

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Route Tag 10

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