Monthly: August 2015

Tag 38: Die letzten Kilometer und ungewohnte Temperaturen

Die Mitternachtssonne werden wir sicher nicht so schnell vergessen

Kurz vor 6 Uhr bin ich bereits wieder wach. Ums Wohnmobil kurvt eine Putzmaschine, welche einen riesen Lärm verursacht. Da ich nicht mehr einschlafen kann, wecke ich Sibylle und wir fahren weiter. Es geht nicht lange und Sibylle ist bereits wieder im Land der Träume angekommen. Auf der Autobahn ist nicht viel vom Berufsverkehr zu bemerken und so kommen wir flott voran. Gegen 8 Uhr erwacht Sibylle dann wieder und meldet, dass sie jetzt ein Zmorgen braucht. Da wir sowieso tanken müssen, fahren wir auf die nächste Raststätte, wo wir das letzte Zmorgen im Wohnmobil geniessen.

Wir wechseln uns mit fahren ab und kommen trotz etwas dichterem Verkehr zügig voran. Das Navi will uns über Schaffhausen führen, dies wollen wir aber nicht und so fahren wir in Richtung Blumberg von der Autobahn ab. Zuvor gehen wir noch einmal Gas Tanken, so dass wir das Wohnmobil mit vollen Gasflaschen zurückgeben können. Vor der Grenze tanken wir noch ein letztes Mal, denn dank dem tiefen Eurokurs ist tanken in Deutschland auf einmal lukrativ.

Um 14:45 haben wir auch noch den letzten Kilometer hinter uns gebracht und sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Als wir aussteigen müssen wir uns zuerst einmal an die hohen Temperaturen gewöhnen, da war es im Norden doch um einiges angenehmer. Nach einer kurzen Pause machen wir uns ans Auspacken des Womo und beginnen mit dem Waschen. Aufs Putzen verzichten wir heute, dies hat auch morgen noch Zeit, denn das Womo wird erst am Sonntag in Villigen erwartet.

Vor unserer Reise haben wir damit gerechnet, dass wir ca. 10‘000 Km zurücklegen werden. Wieder zuhause angekommen zeigt sich, dass die Schätzung sehr gut war. Wir haben in den 38 Tagen in denen wir unterwegs waren 10‘044 Km zurückgelegt. Von diesen 10‘000 Km haben wir beinahe jeden einzelnen genossen, auch wenn wir auf den einen oder anderen gerne verzichtet hätten. Hiermit meine ich vor allem die in den Baustellen ;).

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Tag 37: Rückreise bis nach Deutschland

Auch für Eisenbahnwagons hat es noch Platz auf der Fähre

Da wir spontan zum Frühstück eingeladen werden, übernachten wir auf dem Parkplatz von meiner Gotte. Wir treffen uns erneut am Morgen und verabschieden uns zeitig, da nach dem Mittag die Fähre von Trelleborg nach Roststock fährt.

Die Fahrt nach Trelleborg erfolgt ohne Probleme. Ein grosser Teil führt über die zweispurige Autobahn mit ziemlich viel Verkehr für Schweden. In Trelleborg gehen wir zum letzten Mal in den Systembolaget und kaufen die maximale Menge an Bier, welche man in die Schweiz einführen kann. Danach machen wir noch einen kurzen Halt auf einem Parkplatz, bevor wir uns dann am Hafen für das Boarding anstellen.

In der ersten Schlange vor der Ticketkontrolle müssen wir nicht lange warten. Wir sind bei den ersten. Danach fahren wir weiter ins Hafengelände und können in die Spur 11 einbiegen. Dort warten wir sicher noch mindestens 1 Stunde, bis wir dann auch auf die Fähre fahren dürfen. Vom Deck der Fähre beobachten wir, wie die restlichen Lastwagen und die Zugwagons auf die Fähre fahren. Mit 30 Minuten Verspätung fahren wir dann ab.

Die Fahrt auf der Fähre ist ziemlich eintönig und auf den Sesseln, wo es einigermassen bequem ist auch noch kalt. Deshalb wechseln wir für die letzten 1.5 Stunden ins Restaurant, wo angenehme Temperaturen herrschen. In Rostock angekommen, merken wir schnell, dass wir im Hochsommer angekommen sind. Noch am Abend um 09.00 Uhr ist es sehr warm.

Michi ist noch so richtig in Fahrlaune und wir kommen an diesem Abend noch geschlagene 400 km weit. Auf einem Einkaufszentrumsparkplatz verbringen wir die letzte Nacht im Wohnmobil.

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Tag 36: Gemütlicher Morgen und Besuch in Schweden

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Der letzte Morgen auf dem Camping in Tingsryd lassen wir erneut ruhig angehen. Wir lassen beide die Seele bambeln, geniessen das angenehm warme Wetter und können uns erholen. Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg zu meiner Gotte, welche seit fast 4 Jahren in Schweden wohnt – wir sind zum Abendessen eingeladen.

Nach einer Fahrt von knapp zwei Stunden kommen wir in Perstorp an. Wir werden von Anita herzlich empfangen und geniessen ein feines Znacht. Da wir uns schon länger nicht mehr gesehen haben, gibt es einige News auszutauschen.

Tag 35: Noch mehr ausspannen

Der Tag beginnt wie gestern mit Ausschlafen und langsam wachwerden. Ich kaufe erneut unsere Brötchen an der Reception und Michi erledigt den Rest fürs Zmorge. Für Michi ist heute absolut Nichtstun angesagt. Er möchte am liebsten nur lesen. Ich geniesse die Stunden des Nichtstuns auch, aber ich habe doch das Bedürfnis mich ein bisschen zu bewegen. In einem Büchlein, welches ich an der Reception gefunden habe, hat es Velotouren drin, welche man auch zu Fuss ablaufen kann. Ich entscheide mich die Tingesrydrundan zu laufen, gemäss Beschrieb ca. 7 km. Die Route ist nicht ausgeschildert und so muss ich dem Beschrieb mit Karte im Büchlein folgen. Ich laufe die Runde in umgekehrter Reihenfolge und muss den Beschrieb immer wieder von hinten lesen. Doch es ist gut beschrieben und ich komme gut vorwärts. In den ersten Kilometer verlasse ich schon bald den Dorfteil und bin nur noch im Wald unterwegs. Zwischendurch hat es einige Häuser. Danach wechselt der Untergrund auf Schotterstrasse und es geht weiter zwischen Wiesen, einem Bauernhof und Kühen. Nach einem weiteren Teil durch den Wald sehe ich endlich wieder das Ortschild von Tingsryd. Ich habe mich nicht verirrt und bin nun wieder im Ortsteil. Im Dorf angekommen, gehe ich in den Systembolaget (Shop für Alkohol ab 3.3%) und kaufe noch einmal ein paar Biere für unseren Vorrat. Dieses Mal ohne Ausweis zu zeigen. Gestern musste ich dort doch als bald 31-jährige den Ausweis zeigen, um zu beweisen, dass ich über 20 Jahre alt bin. War der Verkäuferin dann glaubs peinlich, hihi. Im Lebensmittelshop kaufe ich auch noch ein paar Dinge und gehe dann auf den Rückweg.

Zum Abendessen gibt’s noch einmal Elchwürste und Salat, welche wir erneut draussen geniessen können.

Tag 34: Ausspannen und Padeln

Auch ein Kanu braucht mal eine Pause

Auch ein Kanu braucht mal eine Pause

Der erste Tag auf unserem gemütlichen Campingplatz lassen wir entspannt angehen. Es kommt uns vor, als hätten wir erneut Sonntag. Nach dem Aufstehen gehe ich die Brötchen an der Reception kaufen und Michi macht alles parat für das Zmorge, natürlich an der Sonne. Die Sonne wird uns aber schon bald ein bisschen zu intensiv und wir wechseln unter das Bäumchen hinter dem Womo an den Schatten. Danach geniessen wir das Nichtstun mit Zeitung und Buch lesen.

Nach dem Mittag ist noch etwas Sport angesagt. In Finnland haben wir ja Kanu fahren gelernt und das wollen wir nun selber ausprobieren. An der Reception mieten wir ein Kanu für den halben Tag, mit welchem wir den See Tiken befahren wollen. Das Wetter ist toll, fast kein Wind und die Sonne scheint intensiv. Ich sitze wieder im vorderen Teil des Kanus und bin der Motor und Michi ist der Steuermann. Wir harmonieren wieder sehr gut und das Kanu geht flott vorwärts. Wir fahren dem rechten Ufer entlang und erkunden den See. Als wir kurz ans Ufer abstechen, müssen wir aufpassen, dass wir nicht auf Steine aufstossen.

Der Motor...

Der Motor…

Danach geht es weiter zu zwei Inseln. Eine kann angefahren werden und wir nähern uns langsam an, dass wir auch beide aussteigen können. Funktioniert wunderbar, wie wir das in Finnland gelernt haben. Nun erkunden wir die kleine Insel. Es hat zwei kleine Gebäude und ein riesen „Puff“, also nichts Grandioses. Deshalb fahren wir auch bald wieder weiter. Es gibt noch weitere Inseln, welche man vom nahen anschauen und umrunden kann. Dann wechseln wir auf die andere Seeseite, da wir nun doch noch eine Pause mit kleinem Imbiss machen wollen. Dort ist das ankommen ein bisschen schwieriger, da der Stein recht schräg ist. Es gelingt nicht ganz so grandios, so dass ich als erste Mal im Wasser lande. Es war recht schwierig zum austeigen und ich will mich auf einem Stein im Wasser abstützen. Ja, super gedacht. Der ist glitschig und ich lande voll im Wasser.

... und der Steuermann

… und der Steuermann

Wir geniessen danach die Pause auf einem Baumstamm und ich kann wieder einigermassen trocknen. Zurück fahren wir dann auf der anderen Seeseite. Das Anlegen an der Ausgangsstelle gelingt wieder tip top. Ist auch einfach, da dort Sandstrand ist.

Am Abend grillieren wir einen Teil unserer Elchwürste, welche wir mit feinem Salat geniessen.