Category: Lofoten

Tag 11: Angriff der Vögel

Agressive Küstenseeschwalbe

Heute liessen wir den Tag ruhiger angehen und schliefen erst einmal kräftig aus. Erst um 10:30 Uhr frühstückten wir, bevor wir die letzten 60 Km nach Andenes fuhren.

In Andenes parkierten wir das Womo am Hafen und machten einen Spaziergang. Dabei kamen wir auch an ein Paar Küstenseeschwalben vorbei, welche unscheinbar auf einem Hag am Strassenrand sassen. Auf einmal flogen diese auf uns zu und veranstalten ein riesen Gekreische. Sie flogen in vollem Tempo auf uns zu, bevor sie kurz vor unseren Köpfen abbremsten oder über uns hinwegflogen. Wir rannten davon, bis die Schwalben von uns abliessen. Erst dann bemerkten wir, dass diese anscheinend direkt am Strassenrand auf dem Boden ihre Eier ausbrüteten. Ich versuchte noch ein paar Fotos zu machen, aber schon wieder tauchten wie aus dem nichts fünf dieser Schwalben auf und ich ergriff die Flucht.

Nach diesem Erlebnis schauten wir uns noch das Walsafarizentrum und den Leuchtturm von Andenes an. Da wir bereits eine Walsafari inklusive Papageientaucher, Seeadler und Seehunden in Stø für Sonntag gebucht hatten, machten wir uns auf den Weg dahin. Unterwegs wurde an einer Essotankstelle noch kurz das Wohnmobil gefüllt und entleert.

In Stø angekommen suchten wir uns einen Platz für die Nacht und wurden im Fischereihafen direkt bei den Stockfischtrocknungsanlagen fündig. Da hier die Stockfischsaison bereits vorüber ist, gibt es auch keine stinkenden Fische mehr, welche unsere Nachtruhe stören würden.

Übernachtung bei den Stockfischgestellen

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 11

Route Tag 11

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Tag 10: Trollfjord day cruise

Seeadler auf der Suche nach Beute

Bevor wir uns zurück nach Svolvaer machten, musste noch schnell das Womo aufgefüllt und geleert werden, so dass einer weiteren Nacht mit freiem Camping nichts im Wege steht. Danach fuhren wir nach Svolvaer wo wir uns einen Parkplatz suchten und uns mit Sack und Pack zu Fuss zum Hafen begaben. Dort wartete bereits die Segeljacht M/S Ylajali auf uns. Wir begaben uns an Board und wurden vom Koch und dem Captain freundlich begrüsst. Wir deponierten unsere Sachen im Salon und erkundeten das Schiff. Es ist 24m lang und bietet in 5 Kabinen Platz für bis zu 12 Personen plus Besatzung.

Neben uns waren noch ein finnisches Pärchen, eine 4-köpfige norwegische Familie und ein deutsches Pärchen, welches in der Schweiz wohnt, mit an Bord. Wir begrüssten uns gegenseitig und die Fahrt konnte losgehen.

Bei schönem Wetter mit nur wenigen Wolken am Himmel stachen wir in See. Da ein starker Wind blies, waren wir froh, dass wir unsere Kappen und gute Kleidung dabei hatten. Sibylle hatte sogar Thermounterwäsche an. Dies war aber auch gut so, denn an Deck war die Fahrt definitiv am genussvollsten.

Wind war genügend vorhanden.

Nach ca. 50-Minütiger Fahrt der Küste entlang konnten wir dann das erste Highlight der Fahrt beobachten. Über den Klippen zogen die Seeadler ihre Kreise und hielten Ausschau nach Beute. Leider liessen sie sich von den Fischen, welche wir ins Wasser warfen nicht beeindrucken und blieben mehrere hundert Meter vom Schiff entfernt. Zum Glück hatte ich das Tele von Papi auf der Kamera und konnte trotzdem ein Paar Fotos schiessen, auf welchen auch ein Adler zu erkennen ist.

Da sich die Adler nicht anlocken liessen, fuhren wir weiter der Küste entlang in Richtung Trollfjord. Wir nutzen die Zeit an Bord für ein kleines Fotoshooting und unterhielten uns mit den anderen Passagieren. Natürlich genossen wir auch die spektakuläre Aussicht.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt konnten wir nochmal Seeadler beobachten. Dieses Mal waren gleich 4 Stück in der Luft und einer lieferte sich einen Kampf mit zwei Möwen. Leider waren auch diese Adler wieder eher weit weg. Trotzdem war es ein sehenswertes Spektakel.

Um 12:30 Uhr war dann der Koch soweit und servierte uns eine sehr feine Fischsuppe mit Fischen, welche auf dem Trip von gestern gefangen wurden. Zum Glück war der Topf gross genug, denn so gut wie jeder holte sich noch mindestens einen Nachschlag. Auch die Fischsuppe genossen wir bei bestem Wetter an Deck.

Die beste Fischsuppe die wir jemals hatten.

Die beste Fischsuppe die wir jemals hatten.

Kurz darauf erreichten wir einen weiteren Höhepunkt unserer Reise, den Trollfjord. Die Einfahrt in den Trollfjord ist gerade mal 100m breit. Trotzdem wird er auch regelmässig von Schiffen der Hurtigruten besucht. An seinem weitesten Punkt ist er 800m breit und rundherum ragen steile Berge in die Höhe. Der steilste ist Trolltindan mit einer Höhe von 1084m.

Einfahrt zum Trollfjord

Vom Trollfjord ging es dann auf einer anderen Route zurück in Richtung Ausgangshafen. Unterwegs machten wir noch zwei Zwischenstopps zum Fischen. Zuerst versuchte ich mein Glück. Doch bei mir wollten sie noch nicht beissen. Da Sibylle ihr Glück auch einmal versuchen wollte, übergab ich die Angel an sie und schon kurz darauf hingen gleich zwei Fische auf einmal an ihrer Angel. Danach zog sie noch einmal einen Fisch raus.

Zwei mit einem Streich

Anschliessend begaben wir uns zu einem weiteren Spot wo ich nochmal mein Glück versuchte. Beim ersten der Anbiss hatte ich das Pech, dass er sich kurz bevor er im Boot war wieder befreien konnte. Beim zweiten Mal hatte ich dann mehr Glück und ich konnte doch auch noch einen Fang verbuchen. Danach riss dann meine Angelschnur und das Fischen war beendet.

Mein "Ehrenfisch"

Mein „Ehrenfisch“

Inzwischen hatte sich das Wetter verschlechtert und der Wellgengang wurde stärker, so dass die Rückfahrt etwas unruhiger war. Aber wir schafften es trotzdem ohne bleich zu werden zurück in den Hafen.

In Svolvaer gingen wir noch kurz einkaufen, bevor wir noch ein Stück in Richtung Andenes fuhren. Für diese Nacht war wieder einmal freies Camping angesagt und wir fanden einen schön ruhigen Platz ganz für uns alleine. Bein einem Whiskey liessen wir den Tag ausklingen.

Unser einsames Übernachtungsplätzchen

Unser einsames Übernachtungsplätzchen

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 10

Route Day Cruise

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Route Tag 10

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Tag 9: Ruhiger Tag auf den Lofoten

Fischerdörfchen Henningsvaer

Da wir nach dem Mitternachtsonne schauen die Nacht zum Tag machten, mussten wir einmal erst ausschlafen. Nach dem Frühstück entschieden wir uns in die Richtung von Svolvaer zu fahren. Von dort kann man Bootstouren unternehmen. Wir wollten uns vor Ort ein Bild über die Möglichkeiten machen. Nach dem Studieren der Angebote entschieden wir uns für den Segelturn von 6 Stunden, wo Fischen, Segeln, das Trollfjord und eine Mahlzeit inbegriffen sind. Diese Tour werden wir morgen um 10.00 Uhr starten.

Danach fuhren wir erneut ein bisschen zurück in die Lofoten nach Henningsvaer. Ein kleines Dörfchen, welches auf einer Insel liegt, aber mit einer Brücke erreichbar ist. Das Dorf erkundeten wir zu Fuss. Es gab einige Läden anzuschauen und ausserhalb die Sicht auf die umliegenden Berge und das Meer.

Zurück steuerten wir wieder einmal einen Campinglatz an, welcher nur ca. 10 km davon entfernt war. Wir übernachten heute Nacht auf dem Campingplatz Bobilcamping in Kleppstad.

Wegweiser vor dem Campingplatz

 

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 9

Route Tag 9

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Tag 8: Die erste Wanderung in Norwegen

Sibylle beim erklimmen einer steilen Passage

Auch heute zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite und wir entschliessen uns eine Wanderung zu unternehmen. Geplant ist eine Wanderung von ca. 2.5h, welche wir im Womoführer gefunden haben. Allerdings merken wir schon bald, dass wir wohl nicht auf dem Wanderweg sind, welcher im Führer beschrieben ist. Die Markierungen sind hier definitiv nicht so komfortabel und wir laufen mehrere Male falsch, bis es nicht mehr weiter geht und wir wieder umkehren müssen. Dies hat aber auch seinen Reiz, denn die Landschaft ist wunderschön. Wenn der Wind nicht bläst, dann kommt

man beim Anstieg doch etwas ins Schwitzen, aber sobald der Wind wieder bläst, ist es eher wieder kühl.

Die Wanderung führt uns an zwei Seen oberhalb von Moskenes vorbei, welche zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Deshalb ist hier campen und schwimmen strikte untersagt. Aber zum Glück ist das Wandern nicht verboten. Nach ca. 2.5 h Anstieg kommen wir auf einem Plateau an, von welchem wir einen super Blick auf das Meer und die umliegenden Berge geniessen. Auf gut Glück steigen wir auf der Gegenseite noch weiter den Berg hoch, in der Hoffnung, dass wir dort auch wieder hinunter zum Womo kommen und nicht denselben Weg zurück nehmen müssen. Wir haben Glück und kommen sogar an dem Aussichtspunkt an, welcher im Führer beschrieben ist. Der Abstieg gestaltet sich dann recht anspruchsvoll und verlangt volle Konzentration.

Beim Womo zurück gönnen wir uns zuerst einmal ein Zvieri und fahren anschliessend weiter Richtung Norden. Eigentlich war geplant, dass wir die Nacht auf einem Campingplatz verbringen, da das Womo mal wieder geleert und mit Frischwasser gefüllt werden müsste. Allerdings haben wir Glück und finden eine Tankstelle, wo wir das auch erledigen können. Für 20 NOK können wir unser WC und Abwasser entleeren und Frischwasser nachfüllen.

Da das Womo so wieder bereit für freies Camping ist, entscheiden wir uns einen Übernachtungsplatz am Meer zu suchen, von welchem wir die Mitternachtssonne beobachten können. Dank dem Womoführer finden wir einen Platz direkt am Meer auf welchem wir das Womo so stellen, dass wir von den Sitzen aus das Meer und die Sonne beobachten können. Lange sieht es so aus, als ob wir die Mitternachtssonne auch wirklich sehen können. Doch leider hängen da noch ein Paar Wolken so tief, dass sie dann doch nicht zu sehen ist. So müssen wir dann eben nochmal einen Versuch unternehmen.

Ein Zeitraffer unserer ersten beinahe Mitternachtssonne folgt sobald wir eine antständige Internetverbindung gefunden haben ;).

Grillieren direkt am Meer

Wanderung Tag 8

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Route Tag 8

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Tag 7: Lofoten wir kommen!

Blick von der Küste von Å aufs offene Meer hinaus

Gut ausgeschlafen nehmen wir die 5. Fähre mit welcher wir den Polarkreis überqueren. Ab jetzt geht die Sonne nicht mehr unter. Wobei dies für uns nicht mehr gross einen Unterschied macht, denn wirklich dunkel wurde es nicht mehr, seit wir in Norwegen angekommen sind.

Das Wetter ist heute sehr wechselhaft und auf der ersten Fähre ist der Himmel stark bedeckt, so dass es doch eher kühl ist. Doch schon bald reist die Wolkendecke wieder auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Nachdem wir noch die 6. und letzte Fähre genommen haben, erklimmen wir einen Pass. Wir steigen immer höher und die Aussicht auf den Fjord wird immer atemberaubender. Am Ende des Fjordes liegt ein Schiff der Hurtigrouten vor Anker und von den Bergen bahnt sich ein Gletscher seinen Weg ins Tal.

Anschliessend müssen wir mehrere Tunnels durchqueren, welche nur sehr rudimentär ausgeleuchtet sind. Der längste davon ist 8 Km und in der Schweiz würde ein solcher Tunnel definitiv keine Betriebszulassung erhalten. Der Tunnel ist nicht Richtungsgetrennt und beim Kreuzen mit entgegenkommenden Cars und Lastwagen wird es schon etwas eng. Interessant ist auch, dass die Tunnel nicht ausgekleidet sind. Die Tunnelwand ist sehr uneben, eben gerade so wie der Tunnel in den Fels gesprengt wurde.

Um 14 Uhr erreichen wir Bodø von wo um 15 Uhr eine Fähre auf die Lofoten ablegt. Doch leider ist dies nur eine kleine Fähre und wir haben keinen Platz mehr. Aber die nächste Fähre ist wesentlich grösser und so können wir um 17:45 auf die Fähre. In der Zwischenzeit machen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt und nutzen die Wartezeit dazu das Womo zu putzen.

Die Überfahrt verbringen wir mit Fotografieren und Lesen. Pünktlich um 21:00 legt die Fähre in Moskenes an und wir fahren noch ein kurzes Stück nach Å, dem Ort mit dem kürzesten Namen. Dort stellen wir das Womo auf einen Parkplatz mit vielen anderen Womos und machen noch einen kurzen Spaziergang. Anschliessend stossen wir noch mit einem Glas Whiskey auf die bestandene Prüfung von Sibylle an und lassen den Tag ausklingen.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 7

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