A hui hou Maui, Aloha Kauai

Sonntag 29.05.2016


 Auf Kauai führt ein Veloweg direkt der Küste entlang (rechte Bildseite)

Auf Kauai führt ein Veloweg direkt der Küste entlang (rechte Bildseite)

Heute ist wieder einmal Fliegen angesagt. Wir fliegen von Maui nach Kauai, wo wir die nächsten 8 Tage verbringen werden. Der Flug verläuft ereignislos und wir landen pünktlich in Kauai, wo wir unser Mietauto in Empfang nehmen. Hier ist wieder 4×4 angesagt, da es doch einige unbefestigte Strassen gibt.

Da wir erst um 15 Uhr einchecken können, erkunden wir noch etwas die Insel und geniessen einen frischen Smoothie. Um 15 Uhr fahren wir dann zu unserer Unterkunft, wo wir von unseren Gastgebern herzlich begrüsst werden. Wir haben über Airbnb ein kleiner Bungalow gemietet, welches direkt an einem Kanal liegt, der nach ca. 1 km im Meer mündet. Der Bungalow steht auf einem privaten Grundstück und ist von einem hohen Zaun umgeben. Die Besitzer sind vor 3 Jahren von Texas nach Hawaii gezogen und haben auf ihrem Grundstück zwei dieser Bungalow gebaut, welche sie nun vermieten.

 Unser Zuhause für 8 Tage.

Unser Zuhause für 8 Tage.

 Unser Zuhause für 8 Tage.

Unser Zuhause für 8 Tage.

 Unser Zuhause für 8 Tage.

Unser Zuhause für 8 Tage.

Nachdem wir die Koffer ausgepackt haben, bekommen wir eine kurze Einweisung im Standup paddling von unserem Gastgeber Michael. Nach der kurzen Einweisung paddeln wir auf dem Kanal in Richtung Landesinnere und geniessen die Ruhe und die Natur um uns herum. Das Standup paddling ist nicht so schwierig, wichtig ist einfach, dass das Gleichgewicht gut gehalten wird. Wir schaffen es ohne einmal ins Wasser zu fallen zurück. Nach dem Duschen geniessen wir ein feines Essen und gute Margarithas in einem Restaurant in der Nähe.

Road to Hana

Freitag 27.05.2016


Nein, das ist kein Bild aus einer Autowerbung…

Da die Road to Hana sehr beliebt ist, stehen wir heute etwas früher auf, so dass wir bereits um 06:30 Uhr losfahren können. Wir wollen die Strasse vor dem grossen Verkehr befahren, so dass wir es geniessen können. Heute ist der Weg das Ziel. Denn Hana selbst ist nichts Besonderes, aber die Strasse dahin ist sehr interessant. Die ist sehr kurvenreich und führt durch einen schönen Wald. Immer wieder bietet sich eine gute Aussicht auf die Küste oder aber ein Wasserfall stürzt sich die grünen Felswände herunter. Wir geniessen die Fahrt mit offenem Verdeck und legen immer wieder Zwischenstopps ein.

Der Banyan-Baum hat sich breit gemacht.

So zum Beispiel auch bei einer alten Lavatube, deren Eingang leicht zu übersehen ist. Die Röhre ist nur ca. 100m lang und auf der anderen Seite ist der Eingang durch einen Banyanbaum überwachsen, dessen Wurzeln überall in der Röhre zu sehen sind. Ohne ausreichend Licht könnte man die Wurzeln auch als Schlangen wahrnehmen.

Hier muss niemand den Kopf einziehen.

Etwas weiter besuchen wir eine riesige Lavatube, welche auf ca. 1.5 Km durchwandert werden kann. Da die Röhre auf privatem Boden steht, müssen wir Eintritt bezahlen, bekommen dafür aber auch starke Taschenlampen zur Verfügung gestellt. Die Röhre ist riesig und sehr abwechslungsreich. Schilder vermitteln interessante Informationen zur Röhre.

Die Pferde brauchen eine kleine Pause.

In Hana angekommen gönnen wir uns bei einem Foodtruck etwas zu essen, bevor wir den gleichen Weg wieder zurückfahren. Theoretisch könnten wir auch weiter der Strasse folgen und würden wieder zurück zu unserer Unterkunft kommen. Aber der Zustand der Strasse verschlechtert sich zunehmend und so macht das Fahren keinen Spass. Da ich die Landschaft bei der Hinfahrt ausgiebig begutachten konnte, kann ich mich jetzt voll auf die Strasse konzentrieren und die Pferde galoppieren lassen. Bei den vielen Kurven ein riesen Spass, solange keine lahmen Esel die freie Fahrt blockieren.

Auch Schildkröten brauchen ab und zu eine Pause.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch einen Strand, an welchem es sich 8 Schildkröten gemütlich gemacht haben und sich im Sand sonnen. Den Strand haben wir am Morgen bereits entdeckt, zu dieser Zeit waren aber nur 2 Schildkröten am Strand.

Spazieren am Strand und Shopping in Lahaina

Donnerstag 26.05.2016


 

 

Wir lassen es heute Morgen ruhig angehen. Nachdem wir ausgeschlafen haben suchen wir uns ein Restaurant zum Frühstücken. Fündig werden wir in Gehdistanz zu unserer Unterkunft. Anschliessend machen wir einen Spaziergang am Strand und baden unsere Füsse.

Das Wasser ist nicht nur auf dem Foto so blau…

Gemütlich geht es danach weiter. Wir erkunden den Süden der Insel, bis die Strasse endet. Natürlich tun wir dies mit offenem Verdeck und lassen uns vom Fahrtwind «kühlen». Am Ende der Strasse drehen wir um und machen uns auf den Weg zum Norden der Insel.

Das Ziel ist die Stadt Lahaina, welche gemäss Reiseführer schön zum Schlendern ist. Wir schlendern gemütlich durch die Strassen, als wir auf einmal an einem Kaffee mit dem Namen Maui Swiss Cafe vorbeikommen. Neugierig schauen wir uns das genauer an. Es gibt feine Glace und Shave Ice. Shave Ice wird hergestellt, indem von einem Eisblock feine Streifen abgehobelt werden. Anschliessend wird dem Eis noch Sirup in allerlei Variationen zugegeben. Am Schluss hat man im Prinzip eine frisch hergestellte Wasserglace.

Das Maui Swiss Cafe in Lahaina

Shave Ice

Ich bestelle verschiedene Glacesorten und Sibylle gönnt sich ein Shave Ice. Bestellt wird auf Schweizerdeutsch. Das Kaffee wird seit 20 Jahren von zwei Schweizer Auswandern betrieben. Auch alle Mitarbeiter sind Schweizer, welche im Rahmen eines Volunteerprogramms für drei Monate nach Maui kommen und im Kaffee arbeiten.

Anschliessend laufen wir gemütlich weiter durch die Strassen. Inzwischen ist die Sonne verschwunden und es beginnt zu Regnen. Wir flüchten in eine Einkaufspassage und bleiben in einem Kleiderladen hängen. Wir kaufen uns beide ein neues Badeoutfit jeweils bestehend aus Badehose und langärmligem Badeshirt. Genau das richtige für zwei Bleichgesichter wie wir es sind. Jetzt fehlt nur noch das Surfbrett und wir würden nicht mehr wie Touristen aussehen ;).

Da es immer noch regnet werden wir noch dazu «gezwungen» in einem Laden für Flip-Flops vorbeizuschauen. Wir probieren die verschiedensten Modelle durch und werden fündig. Inzwischen hat der Regen nachgelassen und die Sonne versucht sich wieder in Szene zu setzen. Wir gehen zurück zum Auto und bestaunen unterwegs noch den riesigen Banyanbaum.

Der Banyanbaum von Lahaina

Zurück in Kihei wollen wir dann natürlich unsere neue Badebekleidung einweihen. Die Sonne will da nicht mitmachen, vielmehr werden wir von leichtem Regen begleitet. Wir lassen uns nicht beirren und gehen trotzdem Baden. Den Strand haben wir so gut wie für uns alleine. Bei diesem Wetter will sonst niemand baden gehen.

Den Tag lassen wir dann bei einem feinen BBQ-Essen in der Stadt ausklingen.

 

A hui hou Big Island, Aloha Maui

Mittwoch 25.05.2016


 

Beinahe ein Modellflieger im Vergleich zur Langstreckenmaschine nach Los Angeles.

Heute ist wieder zusammenpacken angesagt. Wir fliegen von Hilo (Big Island) nach Kahului (Maui). Gemäss Flughafenwebsite sollen wir 2h vor Abflug da sein. Deshalb fahren wir frühzeitig in Volcano ab, damit wir in Hilo noch frühstücken können. Sibylle hat ein echtes amerikanisches Diner, wie man es aus Filmen kennt, gefunden. Wir bestellen Pancakes und bekommen beide eine riesen Portion. Wir schaffen es beide nicht aufzuessen. Vermutlich ist deshalb in Maui das Wetter bei unserer Ankunft auch nicht so toll.

Am Flughafen geht dann alles so schnell, dass wir noch über 1h in der Lounge warten und lesen können. Die Wartehalle ist sehr gemütlich mit bequemen Sesseln ausgestattet. Wir lesen etwas im Reiseführer und warten bis der Flug aufgerufen wird. Der Flug sollte 11:35 Uhr starten. Allerdings läuft beim Boarden alles so schnell, dass wir bereits 11:20 Uhr starten. Das Flugzeug ist eine zweimotorige Propellermaschine – entsprechend ist die Geräuschkulisse im Flugzeug. Der Flug dauert aber nur 45 Minuten, so dass wir pünktlich um 12:05 landen.

Ein letzter Blick auf Big Island

Nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen haben geht es mit dem Shuttle zur Autovermietung. Es scheint hier normal zu sein, dass die Autovermietungen etwas ausserhalb sind und die Kunden mit Shuttlen hingefahren werden. Wir gönnen uns dann noch ein Upgrade auf ein Cabriolet. Auch mit dem Auto in Empfang nehmen läuft es hier etwas anders. Man bekommt nicht einfach ein Auto zugeteilt, sondern kann innerhalb der Buchungsklasse auf dem Parkplatz aus den zur Verfügung stehenden Autos eines aussuchen. Wir haben die Wahl zwischen Chevrolet Camaro und Ford Mustang. Wir bleiben Ford treu und verstauen unsere Koffer im Mustang.

Sibylle is so excited ;).

Einchecken können wir in der Wohnung erst um 16 Uhr. Deshalb gehen wir noch etwas shoppen und vertreiben uns so die Zeit. Als Unterkunft haben wir in Maui auch wieder eine Condo gebucht. Dieses ist allerdings grösser als das letzte, ist dafür nicht direkt am Meer. Wir müssen noch über die Strasse laufen und haben keinen direkten Meeresblick.

Krater und jede Menge Lava

Dienstag 24.05.2016


 

Auf geht’s in den Regenwald.

Inzwischen sind wir eine Woche auf Big Island und haben es bisher noch nicht geschafft eine Wanderung zu machen. Zum einen ist es sehr warm und feucht und wir mussten uns erst etwas akklimatisieren und zum anderen gibt es hier einfach so viel zu sehen. Die Insel ist nicht gerade klein und oftmals darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. So kommen wir natürlich nicht so schnell vorwärts. Lange Rede kurzer Sinn, wir hatten einfach noch keine Zeit.

Heute aber nehmen wir uns die Zeit. Wir wollen in den Krater des Kilauea Iki durchwandern. Gemäss Reiseführer dauert die Wanderung ca. 4 h. Wir starten auf dem Parkplatz des Aussichtspunkts, von wo uns der Wanderweg zuerst durch dichten Regenwald führt. Wo man auch hinschaut überall ist es saftig grün.

Ein wahrer Überlebenskünstler

Nach einer Weile führt der Weg in den Krater hinab und die Vegetation ändert sich schlagartig. Wo gerade eben noch Grün die dominierende Farbe war, wurde diese jetzt durch Schwarz abgelöst. Entgegen unserer Vermutung ist es im Krater nicht extrem heiss. Dies ist vor allem dem Wind zu verdanken, der hier konstant bläst. Guter Sonnenschutz ist aber trotzdem unerlässlich. Der Weg ist hier teilweise sehr uneben, da er über ein Lavafeld führt. Wir sind froh, dass wir lange Hosen angezogen haben, denn die Lava kann teilweise scharf wie Glas sein.

Das Sitzen war nicht gerade bequem, die Steine sind sehr spitzig.

Auf dem Weg wird das triste Schwarz immer wieder durch Büsche mit roten Früchten oder kleine Palmen und Farne aufgelockert, die sich hier behaupten. Dies ist umso eindrücklicher, wenn man bedenkt, dass die letzte Lava hier erst vor ca. 20 Jahren erstarrte. Der Vulkan brach das letzte Mal 1959 aus. Der Lavasee brauchte 36 Jahre bis er komplett erstarrte. Im Kern ist der Vulkan aber immer noch heiss, so dass Regenwasser welches versickert als Dampf zurück an die Oberfläche tritt.

Zurück im grünen Land

Am anderen Ende des Kraters wechselt die Vegetation wieder so abrupt wie zu Beginn und der grüne Wald begrüsst uns wieder. Obwohl es im Krater eigentlich wärmer als im Regenwald ist,  kommen wir erst im Wald zum Schwitzen – wir vermissen den kühlenden Wind. Nach gerade mal 2.25 h sind wir zurück beim Auto.

Hier hat das Meer schon kräftig gearbeitet.

Da der Tag noch Jung ist fahren wir anschliessend zur Küste, wo die Lava das Meer erreichte. Hier bläst eine sehr steife Brise und die Parkrangerin meint heute sei ein guter Tag, denn ohne Wind sei es hier unten beinahe nicht auszuhalten. Das glauben wir ihr gerne, denn das Thermometer im Auto zeigt 32°C an. Hier unten gibt es keine Sandstrände, sondern nur steile Klippen und einen Klippenbogen.

Die Lava auf dem Weg zum Meer, allerdings zu früh ausgekühlt…

Allzulange halten wir es hier unten nicht aus. Wir fahren zurück in höhere Gefilde, wo es merklich kühler ist. Unterwegs machen wir einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, der auf einem Strassenschild angepriesen wird. Nach 15 Meilen sehr enger Strasse endet dieselbe, leider ohne einen wirklich schönen Aussichtspunkt. Der Abstecher hat sich also nicht gelohnt und Foto habe ich keines gemacht ;).

Sieht aus wie Schwemmholz, ist es aber wohl eher nicht,

Inzwischen sind wir schon wieder seit 10h unterwegs. Wir entscheiden uns zurück zur Lodge zu fahren und vor dem Nachtessen noch etwas auszuspannen. Das Nachtessen nehmen wir dann im Park zu uns mit direktem Blick auf die rot glühende Rauchwolke des Vulkans.