Tag 29: Grosser Spaziergang und ausspannen

Pilzkenner müsste man sein

Pilzkenner müsste man sein

Der Wetterbericht hatte Sonne für den heutigen Tag versprochen, aber leider ist der Himmel bereits am Morgen bedeckt. Doch immerhin regnet es nicht und so entschliessen wir uns einen Spaziergang um den See zu machen. Der See mit dem Namen Sandsjön ist auch Namensgeber für die Ferienanlage hier.

Um 09:45 Uhr machen wir uns auf den Weg zu unserer Seeumrundung. Leider kann der See über weite Strecken nicht direkt am Ufer umrundet werden und ein Teil muss auf der Strasse gelaufen werden. Wir entschliessen uns den See gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden, damit wir den Strassenteil schnell hinter uns haben. Der Rest der Strecke führt über Waldstrassen durch den Wald und Sibylle hat mit allerlei Insekten zu kämpfen.

Dank des guten Belags kommen wir gut vorwärts und so schaffen wir die 16 km in 2.75 h. Zurück auf dem Camping meldet sich der Hunger. Zum Glück haben wir noch Würste aus Finnland im Kühlschrank, welche wir direkt am See grillieren und genüsslich verspeisen. Danach ist mal wieder Waschen und Womo putzen angesagt.

Auch finnische Würste sind etwas gutes

Auch finnische Würste sind etwas gutes

Nach getaner Arbeit besuchen wir noch den jüngsten Alaskahund, welcher gerade mal 11 Wochen alt ist. Er hat zusammen mit seiner Mutter einen eigenen Garten und kommt sofort angerannt, wenn man sich dem Zaun nähert. Den Rest des Tages verbringen wir mit Lesen und ausspannen, bevor wir dann am Abend nochmal im Restaurant essen gehen. Heute ist Asiabuffet angesagt und das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Natürlich ist es auch eine gute Ausrede, dafür dass wir nicht Kochen und abwaschen wollen.

Keine Blauen Augen, aber trotzdem schöne Augen

Keine Blauen Augen, aber trotzdem schöne Augen

Das Leben kann so schön sein

Das Leben kann so schön sein

So ein Hundeleben ist schon etwas anstrengendes

So ein Hundeleben ist schon etwas anstrengendes

 

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 29

Tag 28: Schweizertreffen

Die Ferienanlage Sandsjögarden

Die Ferienanlage Sandsjögarden

Heute Morgen zeigt sich das Wetter wieder von seiner freundlicheren Seite und wir können die letzten 200 km bis zu unserem nächsten Ziel bei gutem Wetter zurücklegen. Unterwegs sehen wir immer wieder einmal ein paar Rentiere, aber dies ist inzwischen nicht mehr wirklich etwas Besonderes für uns. Nach einer ansonsten ereignislosen Fahrt treffen wir beim Sandsjögården Holiday Resort ein.

Dieses wird von einem Schweizer Pärchen geführt, welches 2012 mit ihren Alaskahunden nach Schweden ausgewandert ist. Zu sehen war dies in der DOK-Sendung „Uf und dervo“ von SRF. Da wir sowieso in der Gegend waren, wollten wir natürlich vorbeischauen und sehen, was aus der Ferienanlage geworden ist.

Einer der Alaskahunde

Einer der Alaskahunde

Auf dem Camping angekommen, merken wir schnell, dass wir nicht die einzigen Schweizer sind. Überall stehen schon Wohnmobile und Autos mit Schweizer Kennzeichen rum und man hört nur Schweizerdeutsch, schwedisch ist hier nicht zu hören.

Wir schauen uns die Ferienanlage an und besuchen auch die Hunde, welche es hier richtig gut haben. Die Zwinger sind gross und jeder Zwinger hat eine riesige Hütte für jeweils drei Hunde. Die Hütten sind beinahe so gross wie die Hütten, welche man zum Übernachten mieten kann.

Die Hundezwingeranlage

Die Hundezwingeranlage

Am Abend lassen wir uns wieder einmal bekochen und geniessen ein Elchhackmedaillon mit Kartoffelstock und Pfifferlingen. Rund um uns herum hat es nur Schweizer und so kommt man schnell ins Gespräch. Alle sind schon etwas länger unterwegs und haben schon viel gesehen. So hat man sich natürlich jede Menge zu erzählen. Alles in allem ein gemütlicher Abend.

Unser Nachtessen: Elchhackmedaillon mit Kartoffelstock und Pfifferlingen

Unser Nachtessen: Elchhackmedaillon mit Kartoffelstock und Pfifferlingen

Sibylle schliesst freundschaft ;)

Sibylle schliesst freundschaft 😉

 

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 28

Route Tag 28

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Tag 27: Eisenmine und Eishotel

Fahrt in die Mine

Fahrt in die Mine

Da wir das Womo gestern noch wieder fahrbereit bekommen haben, steht einem Besuch in der Eisenmiene von Kiruna nichts mehr im Weg. Pünktlich um 09:30 Uhr treffen wir beim Touristenzentrum von Kiruna ein, wo die Tour starten wird.

Mit einem Bus werden wir in die Mine gefahren. 540m unter Tage steigen wir aus dem Bus aus und werden ins Besucherzentrum geführt. Direkt beim Eingang heisst es Helme anziehen, da jederzeit Steine von der Decke fallen könnten. Als erstes bekommen wir einen Überblick über die Mine und den Verlauf der Eisenader. Danach wird uns ein Film gezeigt, in welchem das Bergbauunternehmen LKAB vorgestellt wird.

Der Verlauf der Eisenader

Der Verlauf der Eisenader

Nach dem Film wird uns erklärt, wie Eisenerz abgebaut wird und wie die Erzpellets in die Häfen transportiert werden. Da das Eisen welches gefördert wird magnetisch ist, wird es vor dem Transport in Hochöfen behandelt, wodurch es seine magnetischen Eigenschaften verliert. Erst wenn es nicht mehr magnetisch ist, kann es mit riesigen Güterzügen transportiert werden. Dazu kommen Lokomotiven mit 15‘000 PS zum Einsatz, wobei jeder Wagon mit 1000 Tonnen Erz gefüllt wird und eine Lok 68 solcher Wagons zieht.

Der riesige Schaufellader mit welchem die Steine abtransportiert werden

Der riesige Schaufellader mit welchem die Steine abtransportiert werden

Nach diesem spannenden Einblick in die Gewinnung und den Transport können wir noch einen Schaufellader besichtigen, mit welchem das Gestein nach der Sprengung abtransportiert wird. Weiter geht es mit einer Pause und anschliessend können wir noch verschiedenes Gestein begutachten und ein paar Eisenpellets als Andenken einpacken. Als letzte Station der Besichtigung besuchen wir ein Museum in welchem gezeigt wird, wie früher Eisen abgebaut wurde. Anschliessend geht es zurück an die Oberfläche, wo das Wetter immer noch sehr unfreundlich ist.

Sibylle vor dem Rad des Schaufelladers

Sibylle vor dem Rad des Schaufelladers

Bevor wir uns auf den Weg zum Eishotel machen, müssen die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Dies ist schnell getan, da direkt auf unserem Weg ein riesiges Einkaufszentrum liegt. Anschliessend machen wir uns auf den Weg zum Eishotel. Allerdings hätten wir uns dies sparen können, da das Mini-Eishotel welches im Sommer in einem Kühlhaus steht nicht besichtigt werden konnte.

Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Picknickplatz, auf welchem wir gestern übernachteten, geht es zurück in Richtung Süden. Natürlich müssen wir wieder über die sehr lange Baustelle und dies dieses Mal auch noch im Regen. Entsprechend sieht das Womo danach aus. Aber immerhin holen wir uns dieses Mal keinen Platten. Auf einem Picknickplatz direkt am Fluss schlagen wir unser Nachtlager auf.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 27

Route Tag 27

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Tag 26: Wasserkraft in Schweden und och Schreck, Plattfuss

Wasserloses Flussbett unterhalb des Stausees

Wasserloses Flussbett unterhalb des Stausees

Doch alles von vorne. 😉 Wie fast jeden Morgen nun in Schweden studieren wir unseren Womo-Reiseführer und lassen uns für den Tag inspirieren. Michi liest im Reiseführer, dass man in Richtung von Porjus einige Wasserkraftwerke mit Stausee ansehen und das älteste sogar besuchen kann. Wir fahren dem Fluss und den Seen entlang und gelangen an einen schönen Aussichtspunkt in der St. Luleälven Schlucht. Dort ist nicht mehr viel vom Wasser übrig, da dieses für die Energiegewinnung benötigt wird. Der Fluss ist deshalb oberhalb der Schlucht gestaut und Wasser fliesst hier nur noch, wenn der Stausee zu überlaufen droht.

Turbinenschaufeln im alten Kraftwerk

Turbinenschaufeln im alten Kraftwerk

Danach geht’s weiter zum alten Kraftwerk in Porjus in welchem uns in einer Gratis-Führung auf Englisch erklärt wird, wie hier früher Strom produziert wurde. Zusammen mit unserem Guide fahren wir mit dem Lift 50 m in den Fels hinab, wo die Turbinenhallte in den Fels gesprengt wurde. Hier können wir die Turbinen und Generatoren bestaunen. Wir erfahren, dass im neuen Kraftwerk welches etwas oberhalb des alten gebaut wurde mit einem Generator mehr Leistung erzeugt werden kann, als mit dem gesamten alten Kraftwerk.

Wir vor dem Generator

Wir vor dem Generator

Danach machen wir noch einen Stopp in einem etwas queren Laden Björn Thunborgs Viltaffär. Diesen Laden haben wir im Womo-Führer entdeckt. Der Besitzer zeigt uns getrocknetes Renntier- und Elchfleisch, welches wir ihm auch abkaufen. In der nächsten Pause probieren wir davon, der Kauf hat sich gelohnt.

In Porjus stellen wir fest, dass es doch nicht mehr so weit ist nach Kiruna. Michi möchte dort die Mienen besuchen und ich habe das Ice-Hotel entdeckt. Wir entscheiden uns wieder spontan doch noch mehr in den Norden zu fahren. Auf dem Weg dahin müssen wir eine lange Baustelle passieren, welche über weite Stellen nur geschottert ist. Dort fahren wir uns kurz vor Kiruna einen spitzigen Stein in den Pneu ein. Als wir an unserem Ziel in der Nähe von Jukkasjärvi auf einem Picknickplatz ankommen, bemerke ich das Zischen im Pneu. Michi meint noch, dass ist der Kühlschrank, aber ich liess nicht locker. Nach genauem Hinsehen stellt sich heraus, dass wir einen Stein im Pneu haben. Da wir keinen Ersatzpneu dabeihaben und wir stetig Luft verlieren, müssen wir den Pannendienst auffordern.

Dieser kommt dann auch, allerdings erst nach geschlagenen 5h warten. Zum Glück wollten wir sowieso dort übernachten und so verlieren wir keine Zeit. Der Pannendienst fährt direkt mit einem Lastwagen vor und will uns aufladen und nach Kiruna bringen. Er probiert den Pneu mit Luft zu füllen, damit wir das Womo aufladen können. Doch beim Versuch den Reifen wieder aufzupumpen verabschiedet sich noch das Ventil und an Aufpumpen ist nicht mehr zu denken. Wir entschliessen das Rad abzumontieren und nur mit dem Rad nach Kiruna zu fahren. 1.5h später und 1000 SEK ärmer ist das Rad geflickt und wieder montiert.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 26

Route Tag 26

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Tag 25: Reise nach Schweden

Diese Kirche ist umgeben von kleinen Häusern

Diese Kirche ist umgeben von kleinen Häusern

Da wir uns am Vortag entschieden haben ausserhalb Rovanniemis zu übernachten, schlafen wir noch einmal ein bisschen aus. Da wir noch keine grossen Pläne für heute haben, lassen wir es ruhig angehen. Das Wetter begrüsst uns nicht gerade freundlich, es hat bereits in der Nacht mehrmals geregnet.

Nach dem Studieren unseres Reiseführers fahren wir zuerst in Richtung von Pello, an der Grenze zu Schweden und dann an der Finnisch- Schwedischen Grenze nach Tornio, wo wir schlussendlich nach Schweden wechseln. Auf dem Weg dahin regnet es mehrmals, teilweise auch sehr stark. Deshalb machen ausser beim Polarkreiszentrum von Juoksenki keine Zwischenhalte.

Das erste, was uns in Schweden angekommen ins Auge springt, ist das riesige Zeichen von Ikea. Auch sonst gibt es sehr viele Einkaufsmöglichkeiten hier. Da wir aber noch genügend Vorräte haben, fahren wir ohne Zwischenstopp weiter Richtung Süden. Im Vergleich zu Norwegen und Finnland kommt einem die Strasse hier wie eine Autobahn vor. Auch darf auf vielen Abschnitten 110 km/h gefahren werden.

Kurz vor Luleå machen wir den ersten Stopp in Gammelstad auch Kirchstadt genannt. Der Ort ist anerkannt im UNESCO Weltkulturerbe und am Samstag wegen seiner stolzen Kirche ein begehrter Ort zum Heiraten. Wir schlendern durch den Ort und besuchen auch das Freilichtmuseum.

Die Häuser für die Kirchengänger, welche von weiter her kamen

Die Häuser für die Kirchengänger, welche von weiter her kamen

Da in der Umgebung nichts interessantes mehr zu sehen ist, entschliessen wir uns nochmal etwas in Richtung Norden zu fahren. Unser Ziel ist Jokkmokk von wo wir dann in richtung Blattniksele fahren wollen. Ca. 30 Km vor Jokkmokk finden wir einen schönen Rastplatz direkt auf dem Polarkreis, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 25

Route Tag 25

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