Category: Allgemein

Tag 34: Ausspannen und Padeln

Auch ein Kanu braucht mal eine Pause

Auch ein Kanu braucht mal eine Pause

Der erste Tag auf unserem gemütlichen Campingplatz lassen wir entspannt angehen. Es kommt uns vor, als hätten wir erneut Sonntag. Nach dem Aufstehen gehe ich die Brötchen an der Reception kaufen und Michi macht alles parat für das Zmorge, natürlich an der Sonne. Die Sonne wird uns aber schon bald ein bisschen zu intensiv und wir wechseln unter das Bäumchen hinter dem Womo an den Schatten. Danach geniessen wir das Nichtstun mit Zeitung und Buch lesen.

Nach dem Mittag ist noch etwas Sport angesagt. In Finnland haben wir ja Kanu fahren gelernt und das wollen wir nun selber ausprobieren. An der Reception mieten wir ein Kanu für den halben Tag, mit welchem wir den See Tiken befahren wollen. Das Wetter ist toll, fast kein Wind und die Sonne scheint intensiv. Ich sitze wieder im vorderen Teil des Kanus und bin der Motor und Michi ist der Steuermann. Wir harmonieren wieder sehr gut und das Kanu geht flott vorwärts. Wir fahren dem rechten Ufer entlang und erkunden den See. Als wir kurz ans Ufer abstechen, müssen wir aufpassen, dass wir nicht auf Steine aufstossen.

Der Motor...

Der Motor…

Danach geht es weiter zu zwei Inseln. Eine kann angefahren werden und wir nähern uns langsam an, dass wir auch beide aussteigen können. Funktioniert wunderbar, wie wir das in Finnland gelernt haben. Nun erkunden wir die kleine Insel. Es hat zwei kleine Gebäude und ein riesen „Puff“, also nichts Grandioses. Deshalb fahren wir auch bald wieder weiter. Es gibt noch weitere Inseln, welche man vom nahen anschauen und umrunden kann. Dann wechseln wir auf die andere Seeseite, da wir nun doch noch eine Pause mit kleinem Imbiss machen wollen. Dort ist das ankommen ein bisschen schwieriger, da der Stein recht schräg ist. Es gelingt nicht ganz so grandios, so dass ich als erste Mal im Wasser lande. Es war recht schwierig zum austeigen und ich will mich auf einem Stein im Wasser abstützen. Ja, super gedacht. Der ist glitschig und ich lande voll im Wasser.

... und der Steuermann

… und der Steuermann

Wir geniessen danach die Pause auf einem Baumstamm und ich kann wieder einigermassen trocknen. Zurück fahren wir dann auf der anderen Seeseite. Das Anlegen an der Ausgangsstelle gelingt wieder tip top. Ist auch einfach, da dort Sandstrand ist.

Am Abend grillieren wir einen Teil unserer Elchwürste, welche wir mit feinem Salat geniessen.

Tag 33: Elchpark und neuer Campingplatz

Den Blick in die ferne schweifen lassen

Den Blick in die ferne schweifen lassen

Da wir spätestens am Montag sowieso Einkaufen fahren müssten, schauen wir uns heute Morgen um, was es in der Umgebung sonst noch an Campingplätzen gibt. Etwas weiter Südlich an einem anderen See finden wir einen, der sehr vielversprechend aussieht und auch gute Bewertungen hat. Dieser kann auch direkt online gebucht werden und hat noch freie Plätze. Wir entscheiden uns nochmal den Campingplatz zu wechseln.

Auch die Frauen nehmen es gemütlich

Auch die Frauen nehmen es gemütlich

Wir fahren allerdings nicht direkt zum anderen Platz, sondern wollen zuerst noch den Elchpark besuchen, welchen wir bereits vor fünf Jahren einmal besucht hatten. Denn eine Skandinavienreise ganz ohne Elch geht einfach nicht.

Nein, das ist kein Elch, aber auch im Elchpark zu sehen

Nein, das ist kein Elch, aber auch im Elchpark zu sehen

Der Park sieht noch gleich aus wie vor fünf Jahren. Allerdings ist es heute wesentlich wärmer als beim letzten Mal. Das warme Wetter macht sich auch bei den Elchen bemerkbar, welche am liebsten im Schatten des Waldes sitzen. Deshalb sehen wir nur 3 Elche von nahem. Bei den restlichen sehen wir teilweise nur die Ohren im Gebüsch.

Ein prächtiger Bursche

Ein prächtiger Bursche

Nach dem Besuch der Elche steht noch der obligate Besuch im Souvenirshop an. Hier kaufen wir noch Elchwürste zum Grillieren. Danach machen wir noch einen Abstecher nach Kosta Boda, wo wir uns Glaswaren ansehen. Zum Glück finden wir nichts, was uns so gut gefällt, dass wir es unbedingt haben müssen. Denn die Preise sind ganz schön gesalzen und die Glasartikel ganz schön schwer. Wir schauen uns auch noch in den anderen Geschäften um und Sibylle kauft sich noch ein paar neue Schuhe.

Nach diesem Shoppingbummel geht es weiter nach Tingsryd, wo sich der Campingplatz befindet, auf welchem wir die Tage bis Mittwoch verbringen wollen. Zuvor müssen aber noch kurz die Vorräte aufgefüllt werden. Auf dem Campingplatz finden wir einen schönen Platz für uns, welcher sehr grosszügig ist.

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Tag 32: Campingplatz topp, Sanitäranlagen flopp

Das Tullgarten Slott am Morgen

Das Tullgarten Slott am Morgen

Heute Morgen werden wir durch Gänse geweckt, welche über das Womo fliegen und dabei ganz schön viel Lärm veranstalten. Gemütlich geniessen wir unser Zmorge, bevor wir dann das Schloss von aussen besichtigen. Von Innen kann es leider erst ab 11 Uhr besichtigt werden, was uns zu spät ist.

Sibylle hat am Vorabend noch etwas im Internet recherchiert und einen Campingplatz beim See Åsnen inmitten eines privaten Naturschutzgebiets gefunden. Wir wollen dort noch ein paar ruhige Tage verbringen. Da der Platz aber keine Reservierungen annimmt, wollen wir keine Zeit verlieren, aus Angst es könnte uns noch einmal dasselbe passieren wie in Stockholm.

Wir kommen gegen 15 Uhr beim Campingplatz an und haben Glück, es hat noch Plätze frei. Wir bekommen einen Platz schön unter Bäumen gelegen mit Blick auf den See. Leider ist der Platz sehr schräg und das Womo steht trotz Stützen immer noch etwas schräg. Trotzdem gefällt uns der Platz sehr gut, hat doch jeder Platz eine eigene Feuerstelle. Diese wollen wir natürlich auch benutzen, wenn wir schon die Möglichkeit dazu haben. Allerdings gibt es da ein Problem, denn weit und breit ist kein Holz zu sehen. Von der Reception erfahren wir, dass man dieses zwischen 17 und 18 Uhr kaufen kann, was wir dann auch tun.

Unsere eigene Feuerstelle

Unsere eigene Feuerstelle

Während dem Sibylle den Salat bereit macht, mache ich ein Feuer auf welchem wir dann unsere Schweizer Kalbsbratwürste grillen. Etwas Heimat muss am 1. August schon sein. Nach dem Essen machen wir noch einen Spaziergang über den Platz und stellen fest, dass der Platz fest in deutscher Hand ist. Es gibt beinahe nur Deutsche Familien auf dem Platz. Ab und zu sieht man mal noch einen Holländer und ein paar Schweizer. Einheimische sind so gut wie überhaupt nicht vertreten.

Nach dem Spaziergang ist Duschen angesagt und hier zeigt sich, dass der schöne Platz einen grossen Schönheitsfehler hat. Es gibt nur wenige Duschen und ein Teil dieser Duschen ist mit Seewasser, welches zum Duschen nur bedingt geeignet ist. Die Duschen welche mit Trinkwasser sind, haben definitiv schon bessere Zeiten gesehen und Warmwasser ist eher ein Fremdwort. Der Grund für das fehlende Warmwasser dürfte sein, dass dafür nichts gezahlt werden muss.

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Tag 31: Hallo und Tschüss Stockholm

Wachablösung der Palastwache

Wachablösung der Palastwache

Heute Morgen begrüsst uns das Wetter wieder wesentlich freundlicher und während wir uns auf den Weg nach Stockholm machen, wird das Wetter noch besser und schon bald sind auch die letzten Wolken weg. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Uppsala, wo wir Gas tanken, erreichen wir Stockholm gegen 12 Uhr. Im Reiseführer finden wir einen Parkplatz, welcher ruhig gelegen ist und nur 80 SEK/24h kosten soll. Dort angekommen, müssen wir aber feststellen, dass die Preisangabe nicht korrekt ist. Für 24h wären 360 SEK fällig, was teurer als ein Campingplatz ist. Wir entscheiden uns deshalb das Womo fürs erste da stehen zu lassen. Am Abend wollen wir dann auf einen Campingplatz wechseln.

Zu Fuss ist es nur eine halbe Stunde ins Zentrum und wir können schön dem Ufer entlang spazieren. Im Zentrum angekommen meldet sich bei uns der Hunger und wir schauen uns nach einem Restaurant um. Wir finden eines mit guten Burgern und geniessen diesen auf der Terrasse des Restaurants. Noch bevor das Essen serviert wird, beginnt es zu regnen, zum Glück sind wir unter einem Schirm und werden nicht nass. Der Regen ist auch nicht von langer Dauer und schon bald scheint die Sonne wieder.

Nach dem Essen spazieren wir zum Vasamuseum, wo wir die Vasa bestaunen wollen. Die Vasa ist ein Holzkriegsschiff, welches nach gerade einmal 1300m Fahrt im Hafenbecken von Stockholm gesunken ist. Sie war das grösste Kriegsschiff ihrer Zeit und verfügte über 69 Kanonen. Diese vielen Kanonen wurden ihr aber zum Verhängnis, da das Schiff nicht richtig ausbalanciert war. Als eine starke Windböe seitlich auf das Schiff traf, neigte sich das Schiff zur Seite und das Wasser konnte durch die noch offenen Kanonenluken eindringen. Das Schiff sank sehr schnell. Da es im Hafenbecken sank, war schnell Hilfe zur Stelle und viele Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.

Die Vasa als Modell

Die Vasa als Modell

Nach 333 Jahren im Hafenbecken von Stockholm wurde das Schiff geborgen und wieder zusammengebaut. Doch bevor es fertig gestellt werden konnte, musste das Wasser im Holz mit einer Wachslösung ersetzt werden, damit sich das Holz nicht zersetzt. Die Restaurierung der Vasa dauerte dann auch mehre Jahrzehnte.

Die Vasa im Original

Die Vasa im Original

Nach dem Museumsbesuch machen wir uns auf den Weg zurück zum Womo. Dort angekommen, geht die grosse Suche nach einem Campingplatz los. Wir telefonieren rum und dort wo jemand ans Telefon geht, heisst es immer schon voll. Beim grössten Campingplatz in der Umgebung geht niemand ans Telefon und so entscheiden wir uns unser Glück dort zu versuchen. Leider ist auch dieser schon Voll. Als uns dann auch noch der letzte Campingplatz in der Umgebung mitteilt, dass sie voll seien, entscheiden wir uns aufgrund fehlender Übernachtungsmöglichkeiten Stockholm hinter uns zu lassen und noch ein Stück in Richtung Süden zu fahren. Wir werden aber sicher noch einmal nach Stockholm zurückkehren, denn die Stadt ist wirklich schön.

Da wir auf unserer Fahrt in den Süden keine schönen Picknickplätze in der Nähe der Route finden, entscheiden wir uns einen Abstecher zu einem Schloss zu machen, auf welches auf der Autobahn hingewiesen wird. Der Entscheid war dann auch richtig, das Schloss liegt mitten im Grünen an einem See und es gibt auch einen grossen Parkplatz, auf welchem wir unser Nachtlager aufschlagen.

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Tag 30: Regen und viel Fahren

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Heute ist der erste Tag mit richtig viel Regen. Uns stört dies aber nicht so stark, da heute sowieso wieder einmal fahren angesagt ist. Unser Fernziel ist Stockholm. Dieses liegt aber rund 800 km von Sandsjögarden entfernt, so dass wir es heute nicht erreichen werden. Wegen dem schlechten Wetter schlafen wir auch etwas länger und fahren erst gegen 12 Uhr ab. Vorher verabschieden wir uns noch vom Luzerner Ehepaar, welches wir in Sandsjögarden kennengelernt haben.

Zu Beginn giesst es wie aus Kübeln, so dass ein Teil unseres Insektenfriedhofs wieder einmal abgewaschen wird. Aufgrund des starken Regens kommen wir auch nicht so schnell vorwärts, denn in den vielen Schlaglöchern und Bodenwellen bilden sich grosse Wasserpfützen, welche beim Durchfahren eine riesen Wasserfontäne von sich geben.

Nach ca. 3 h Fahrt bessert sich das Wetter langsam und wir kommen wieder schneller voran. Auch wird die Strasse immer besser und schon bald sind wir auf einer Autobahn, so dass es nun richtig flott vorwärts geht. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Zwischenhalt um Einzukaufen.

Da sich langsam aber sicher der Hunger meldet, halten wir bei einem Picknickplatz an und kochen Lachsgeschnetzeltes mit Gemüsereis. Da uns der Picknickplatz zu laut ist, entscheiden wir uns nach dem Essen noch etwas weiter zu fahren. Sibylle findet im Reiseführer einen Platz bei einer Fischräucherei welcher sich als sehr ruhig herausstellt. Und so übernachten wir knapp 200 km vor Stockholm.