Monthly: Juli 2015

Tag 9: Ruhiger Tag auf den Lofoten

Fischerdörfchen Henningsvaer

Da wir nach dem Mitternachtsonne schauen die Nacht zum Tag machten, mussten wir einmal erst ausschlafen. Nach dem Frühstück entschieden wir uns in die Richtung von Svolvaer zu fahren. Von dort kann man Bootstouren unternehmen. Wir wollten uns vor Ort ein Bild über die Möglichkeiten machen. Nach dem Studieren der Angebote entschieden wir uns für den Segelturn von 6 Stunden, wo Fischen, Segeln, das Trollfjord und eine Mahlzeit inbegriffen sind. Diese Tour werden wir morgen um 10.00 Uhr starten.

Danach fuhren wir erneut ein bisschen zurück in die Lofoten nach Henningsvaer. Ein kleines Dörfchen, welches auf einer Insel liegt, aber mit einer Brücke erreichbar ist. Das Dorf erkundeten wir zu Fuss. Es gab einige Läden anzuschauen und ausserhalb die Sicht auf die umliegenden Berge und das Meer.

Zurück steuerten wir wieder einmal einen Campinglatz an, welcher nur ca. 10 km davon entfernt war. Wir übernachten heute Nacht auf dem Campingplatz Bobilcamping in Kleppstad.

Wegweiser vor dem Campingplatz

 

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 9

Route Tag 9

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Tag 8: Die erste Wanderung in Norwegen

Sibylle beim erklimmen einer steilen Passage

Auch heute zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite und wir entschliessen uns eine Wanderung zu unternehmen. Geplant ist eine Wanderung von ca. 2.5h, welche wir im Womoführer gefunden haben. Allerdings merken wir schon bald, dass wir wohl nicht auf dem Wanderweg sind, welcher im Führer beschrieben ist. Die Markierungen sind hier definitiv nicht so komfortabel und wir laufen mehrere Male falsch, bis es nicht mehr weiter geht und wir wieder umkehren müssen. Dies hat aber auch seinen Reiz, denn die Landschaft ist wunderschön. Wenn der Wind nicht bläst, dann kommt

man beim Anstieg doch etwas ins Schwitzen, aber sobald der Wind wieder bläst, ist es eher wieder kühl.

Die Wanderung führt uns an zwei Seen oberhalb von Moskenes vorbei, welche zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Deshalb ist hier campen und schwimmen strikte untersagt. Aber zum Glück ist das Wandern nicht verboten. Nach ca. 2.5 h Anstieg kommen wir auf einem Plateau an, von welchem wir einen super Blick auf das Meer und die umliegenden Berge geniessen. Auf gut Glück steigen wir auf der Gegenseite noch weiter den Berg hoch, in der Hoffnung, dass wir dort auch wieder hinunter zum Womo kommen und nicht denselben Weg zurück nehmen müssen. Wir haben Glück und kommen sogar an dem Aussichtspunkt an, welcher im Führer beschrieben ist. Der Abstieg gestaltet sich dann recht anspruchsvoll und verlangt volle Konzentration.

Beim Womo zurück gönnen wir uns zuerst einmal ein Zvieri und fahren anschliessend weiter Richtung Norden. Eigentlich war geplant, dass wir die Nacht auf einem Campingplatz verbringen, da das Womo mal wieder geleert und mit Frischwasser gefüllt werden müsste. Allerdings haben wir Glück und finden eine Tankstelle, wo wir das auch erledigen können. Für 20 NOK können wir unser WC und Abwasser entleeren und Frischwasser nachfüllen.

Da das Womo so wieder bereit für freies Camping ist, entscheiden wir uns einen Übernachtungsplatz am Meer zu suchen, von welchem wir die Mitternachtssonne beobachten können. Dank dem Womoführer finden wir einen Platz direkt am Meer auf welchem wir das Womo so stellen, dass wir von den Sitzen aus das Meer und die Sonne beobachten können. Lange sieht es so aus, als ob wir die Mitternachtssonne auch wirklich sehen können. Doch leider hängen da noch ein Paar Wolken so tief, dass sie dann doch nicht zu sehen ist. So müssen wir dann eben nochmal einen Versuch unternehmen.

Ein Zeitraffer unserer ersten beinahe Mitternachtssonne folgt sobald wir eine antständige Internetverbindung gefunden haben ;).

Grillieren direkt am Meer

Wanderung Tag 8

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Route Tag 8

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Tag 7: Lofoten wir kommen!

Blick von der Küste von Å aufs offene Meer hinaus

Gut ausgeschlafen nehmen wir die 5. Fähre mit welcher wir den Polarkreis überqueren. Ab jetzt geht die Sonne nicht mehr unter. Wobei dies für uns nicht mehr gross einen Unterschied macht, denn wirklich dunkel wurde es nicht mehr, seit wir in Norwegen angekommen sind.

Das Wetter ist heute sehr wechselhaft und auf der ersten Fähre ist der Himmel stark bedeckt, so dass es doch eher kühl ist. Doch schon bald reist die Wolkendecke wieder auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Nachdem wir noch die 6. und letzte Fähre genommen haben, erklimmen wir einen Pass. Wir steigen immer höher und die Aussicht auf den Fjord wird immer atemberaubender. Am Ende des Fjordes liegt ein Schiff der Hurtigrouten vor Anker und von den Bergen bahnt sich ein Gletscher seinen Weg ins Tal.

Anschliessend müssen wir mehrere Tunnels durchqueren, welche nur sehr rudimentär ausgeleuchtet sind. Der längste davon ist 8 Km und in der Schweiz würde ein solcher Tunnel definitiv keine Betriebszulassung erhalten. Der Tunnel ist nicht Richtungsgetrennt und beim Kreuzen mit entgegenkommenden Cars und Lastwagen wird es schon etwas eng. Interessant ist auch, dass die Tunnel nicht ausgekleidet sind. Die Tunnelwand ist sehr uneben, eben gerade so wie der Tunnel in den Fels gesprengt wurde.

Um 14 Uhr erreichen wir Bodø von wo um 15 Uhr eine Fähre auf die Lofoten ablegt. Doch leider ist dies nur eine kleine Fähre und wir haben keinen Platz mehr. Aber die nächste Fähre ist wesentlich grösser und so können wir um 17:45 auf die Fähre. In der Zwischenzeit machen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt und nutzen die Wartezeit dazu das Womo zu putzen.

Die Überfahrt verbringen wir mit Fotografieren und Lesen. Pünktlich um 21:00 legt die Fähre in Moskenes an und wir fahren noch ein kurzes Stück nach Å, dem Ort mit dem kürzesten Namen. Dort stellen wir das Womo auf einen Parkplatz mit vielen anderen Womos und machen noch einen kurzen Spaziergang. Anschliessend stossen wir noch mit einem Glas Whiskey auf die bestandene Prüfung von Sibylle an und lassen den Tag ausklingen.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 7

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Tag 6: Über 7 Fähren sollst du gehen

Bewohnte Insel in einem Fjord

Heute Morgen heisst es bereits wieder Abschied nehmen von Rita und Stefan. Sie fahren heute in Richtung Lillehammer und wir machen uns auf den weiteren Weg in Richtung Norden.

Von Rita haben wir den Tipp bekommen, dass es als Alternative zur E6 noch die RV17 gibt. Diese ist etwas länger, führt aber über weite Strecken der Küste entlang durch wunderschöne Landschaften. Da das Wetter weiterhin gut ist, entscheiden wir uns diese Route zu nehmen.

In den Reiseführern die wir dabei haben wird sie auch als die teuerste Strasse Norwegens aufgeführt. Dies aber nicht etwa weil sehr viel Maut gezahlt werden muss, sondern vielmehr weil die Strasse immer wieder durch Fähren unterbrochen wird. Über die Anzahl der Fähren sind sich die Reiseführer nicht so einig. In einem ist die Rede von sieben Fähren. Schlussendlich waren es dann sechs, also entweder haben wir eine aussen gelassen, oder aber die haben sich verzählt.

Interessant ist auch, dass sich es zwei unterschiedliche Fährtypen gibt. Beim einen Typ ist die Fähre geschlossen und beim anderen ist sie offen. Ist die Fähre geschlossen, so muss das Fahrzeug zwingend verlassen werden. In den offenen Fähren darf die Überfahrt auch im Fahrzeug verbracht werden.

So wird unsere Fahrt immer wieder durch mal kürzere (10 min) und mal längere (1h) Überfahrten mit einer Fähre unterbrochen. So kommen wir natürlich nicht so flott vorwärts, wie auf der E6, dafür werden wir mit wunderschönen Fjorden belohnt.

Nach der 4. Fähre zeigt das Womo noch eine Reichweite von 300 Km an. Deshalb wollen wir die nächste Tankstelle ansteuern. Nur lässt diese seeeehr lange auf sich warten und dazwischen müssen auch noch mehrere Pässe überwunden werden. So dass die Reichweite immer weiter zusammenfällt und wir uns langsam Sorgen machen. Als dann die Tankstelle welche auf dem Navi angezeigt wird nicht existiert wird es definitiv langsam knapp. Doch zum Glück erblicken wir kurz danach ein Strassenschild mit einem Tankstellenzeichen. Wir biegen von der 17 ab und nach 2 Km kommt endlich die ersehnte Tankstelle.

Entspannter fahren wir nun weiter zur nächsten Fähre. Inzwischen ist es 21:45 und die letzte Fähre legte um 21:30 ab. Wir erkunden noch kurz die Umgebung nach einem geeigneten Schlafplatz, finden aber nur einen Campingplatz. Diesen wollen wir uns aber sparen und so übernachten wir direkt am Pier wo wir dann am nächsten Morgen die erste Fähre nehmen.


Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 6

Route Tag 6

 

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Tag 5: Ruhiger Tag mit Schweizer Freunden

Ausblick auf den Fjord

Ausblick auf den Fjord

Nach dem Aufwachen und einem Kaffee für Sibylle haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Nach Røra war es noch ein bisschen weniger als eine Stunde und wir entschieden auf dem Campingplatz zu frühstücken. Dort trafen wir, wir abgemacht, auf Rita und Stefan und assen mit ihnen gemütlich Zmorge. Wir hatten uns einiges zu erzählen. Da sie bereits einen Teil von Nordnorwegen bereist hatten, konnten sie uns noch einige Tipps geben.

Nach dem Frühstück entschieden wir uns für einen Spaziergang ins Dorf Røra. Viel war nicht zu sehen, aber man konnte entlang des Fjords, mehr oder weniger, ins Dorf laufen. Nach der Rückkehr nahmen wir es erneut gemütlich und genossen die Sonne.

Rita entschied sich dann, dass sie erneut ihr Fischerglück versucht. Sie hatte bisher einige Fische gefangen. Leider biss keiner zu im Wasser am Campingplatz und wir versuchten unser Glück in Røra auf dem Schiffssteg. Auch dort schien es lange nicht nach etwas auszusehen, bis Stefan es noch tiefer versuchte. Dort bissen zwei Fische an, aber da diese zu klein waren, wurden sie wieder in die Freiheit entlassen. Deshalb gab es dann zum Abendessen keinen Fisch, sondern das Poulet, welche beide dabeihatten. Den Tag ausklingen liessen wir alle bei norwegischer Schokolade und nach dem Duschen in unseren Unterkünften.

Der Fisch war zu klein...

Der Fisch war zu klein…

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 5

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